06.02.10
Eltern und Lehrer
lehnen eine Verlängerung der Grundschulzeit in NRW ab
Keine neuen Versuche mit unseren Schülern! Endlich Kontinuität und
Ruhe in den Schulen!
Gemeinsame Presseerklärung der Landeselternschaft Gymnasien und des
Philologenverbandes NW
Der Vorschlag einer Gruppe
von Grundschulleitern, die Grundschulzeit in Nordrhein-Westfalen zu
verlängern, wird von der Landeselternschaft der Gymnasien ebenso wie
vom Philologenverband und allen 16 Eltern- und Lehrerverbänden des
Aktionsbündnisses Schule rigoros abgelehnt. Die Eltern empfinden es
als äußert dreist und pädagogisch unverantwortbar, längere
gemeinsame Lernzeiten zu fordern und pauschal damit die
Bildungszeiten an Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien massiv zu
beschneiden. Wir wehren uns gegen eine Grundschul-Zwangsbeglückung
„Die Grundschulleiter verschweigen ganz
bewusst, dass es keine einzige wissenschaftliche Studie gibt, die
bei einer längeren Grundschulzeit auch eine bessere Förderung der
Schüler belegen kann. In Niedersachsen schaffte man die
Orientierungsstufe ab, in Berlin kämpfen die Eltern für mehr
Gym-nasien, die ab Klasse 5 beginnen. In Hamburg lassen sich Eltern,
Schüler und Lehrer nicht gefallen, dass man ihnen das Wahlrecht auf
die gewünschte Schulform beschneidet“, erklärt Gabriela Custodis,
Vorsitzende der Landeselelternschaft für die Gymnasien.
Wenn jeder 10. Grundschulleiter den
Eindruck hat, zu wenig Zeit für die individuelle Förderung zu haben,
dann liegt die Lösung nicht in der Amputation der anderen
Schulformen, sondern in der Verbesserung der Grundschulstrukturen.
Die Verfechter des „Länger gemeinsamen
Lernens“ verfahren nach der Taktik: „Je öfter eine Dummheit
wiederholt wird, desto mehr bekommt sie den Anschein einer Klugheit
(Voltaire).“ Die Verschiebung der Übertrittsentscheidung in die 6.
Klasse widerspricht nicht nur den Ergebnissen der Forschung sondern
auch den schulpraktischen Erfahrungen. Sie geht zu Lasten der
Schüler.
Haben die Verfechter einer längeren
Grundschulzeit bedacht, dass der Schulformwechsel dann mit der
Pubertätsphase der Schüler zusammenfällt? Wie sollen die Kommunen
bei ihrer derzeit desaströsen Haushaltslage den Umbau des Systems
bezahlen?
Es sollte auch klar gesagt werden, dass
bei einem Übertritt der Schüler in die weiterführenden Schulen nach
der 6. Klasse die Schule über die weiterführende Schulform
entscheidet und nicht mehr die Eltern.
„Wer den Elternwillen und die Entscheidung der Eltern für die
weiterführende Schule – und sie soll doch weiterführen – aushebeln
will, riskiert den Widerstand der Eltern in NRW“, mahnt Gabriela
Custodis.
Eltern- und Lehrerverbände jedenfalls
werden keiner Verstümmelung der Hauptschulen, Realschulen und
Gymnasien zustimmen „Wer mit dem Feuer spielt, provoziert Hamburger
Verhältnisse in NRW“, so Peter Silbernagel, Vorsitzender des
Philologenverbandes NW.
26.01.10
„Das Beste für das Kind –
Wir alle wirken gemeinsam“
4.
Bildungspolitischen Symposium am 20.02.2010 im Congress Center West
in Essen
Die Elternarbeit an den
Schulen steht in diesem Jahr im Mittelpunkt des Kongresses.
Wie lassen sich Lernprozesse unserer Kinder, Jugendlichen und jungen
Erwachsenen optimieren, was ist hinderlich? Wie kann das gemeinsame
Wirken gelingen? Welche Schwierigkeiten treten heutzutage dabei auf
und welche Lösungen gibt es? Was haben Wissenschaftler, Lehrkräfte
und Elternvertreter dazu zu sagen? Wer hat welche Rolle?
Auf diese und weitere Fragen werden führende Vertreter aus Schule,
Wissenschaft, Elternverbänden und Politik im Rahmen des
Bildungspolitischen Symposiums Antworten aus ihren jeweiligen
Blickwinkeln heraus geben.
Als Referent hat sich u. a. Dr. Michael Winterhoff angekündigt,
Kinderpsychologe und Autor des Buches „Warum unsere Kinder Tyrannen
werden“. Prof. Dr. Werner Sacher, Universität Erlangen-Nürnberg,
wird sich der Frage widmen, wie Eltern und Schule Ihre
Zusammenarbeit verbessern können.
An der Podiumsdiskussion des Kongresses nimmt auch die Vorsitzende
der Landeselternschaft der Gymnasien Gabriela Custodis teil.
Das Programm
Die Anmeldung
18.01.10
Noch über 4000 Studienplätze frei
Erfolgreichste Studienplatzbörse wieder geöffnet
Vom 15. Januar bis zum 15. März vermittelt
www.studieren.de frei
Studienplätze für das Sommersemester 2010 - sowohl zulassungsfreie
als auch zulassungsbeschränkte Studienangebote
Zur
Studienplatzbörse
09.12.09
Fachtagung "Schulverpflegung"
Eine optimale Schulverpflegung zu
organisieren stellt Schulen und Schulträger vor neue
Herausforderungen. Die Diskussion wird häufig bestimmt durch Fragen
wie: Was ist beim Um- und Neubau von Schulmensen zu beachten; wer
bietet welche Hilfestellung an, welche Wege haben sich zur
Organisation der Schulverpflegung für Kommunen in der Praxis bewährt
oder welche Maßnahmen führen zu einer besseren Akzeptanz des
Schulessens?
Wir möchten daher die Schulleiter
unserer Mitgliedsgymnasien auf die Fachtagung
"Schulverpflegung in Gymnasien - von der
Planung bis zur Akzeptanzförderung" der
Vernetzungsstelle Schulverpflegung
aufmerksam machen. Sie findet statt am Dienstag, den 09.02.2010
von 13:30 – 18:00 Uhr in der Jugendherberge Düsseldorf.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist
kostenlos. Anmeldeschluss ist der 29.01.2010. Den Flyer mit dem
Programm und der Anmeldekarte finden Sie
hier.
17.11.09
Sonderdruck:
Die gymnasiale Oberstufe für den Doppeljahrgang
Gerade erst
erschienen und schon vergriffen
Sehr geehrte
Schulpflegschaftsvorsitzende,
die Nachfrage nach unserem zur Mitgliederversammlung am 14.11.2009
erschienenen Sonderdruck "Die gymnasiale Oberstufe" für den
doppelten Abiturientenjahrgang G9/G8 war so groß, dass er bereits
vergriffen ist. Weitere Bestellungen in einem Umfang von 11.000
Exemplaren liegen uns vor.
Wir möchten für die Schüler und Eltern unserer Mitgliedschulen diese
Schrift so schnell wie möglich nachdrucken, aber den Umfang der
Auflage auch bedarfsdeckend kalkulieren.
Wir bitten Sie daher, der Geschäftsstelle bis Montag, den
23.11.2009 mitzuteilen, wie viele Exemplare dieser Schrift Sie
für die Schüler benötigen, die im Schuljahr 20010/2011 in die
Oberstufe eintreten. Diese Schrift kann in der Schüleranzahl der
kommenden Einführungsphase kostenlos bestellt werden.
Bestellformular für Mitgliedsgymnasien
Bitte berücksichtigen Sie bei Ihrer Bestellung:
Diese Schrift ist lediglich für die Schüler des letzten
G9-Jahrganges und für die des ersten G8-Jahrganges gedacht. Für die
nachfolgenden Schüler des achtjährigen Bildungsganges werden wir
rechtzeitig eine neue Schrift herausgeben.
Wir senden die
bestellten Hefte in der Regel an die Schulsekretariate. Sollen die
Hefte an eine andere Adresse geliefert werden, vermerken Sie diese
ebenfalls auf Ihrer Anmeldung.
Diese Information geht nachrichtlich per
Mail auch an die Schulleitungen aller Mitgliedsgymnasien. Bitte
stimmen Sie die Bestellung mit der Schulleitung ab.
Auch wenn Sie uns Ihre Vorbestellung bereits auf der
Mitgliederversammlung genannt haben, bitten wir Sie, uns Ihren
gesamten Bedarf noch einmal mitzuteilen. Viele der uns vorliegenden
Bestellungen sind unvollständig ausgefüllt. Sie ersparen uns damit
zeitaufwendige Nachfragen.
Damit wir Sie bei Aktionen dieser Art in
Zukunft schneller und kostengünstiger erreichen können, bitten wir
Sie erneut, uns eine Mailadresse mitzuteilen.
Wir danken Ihnen im Voraus für Ihre
Unterstützung.
03.09.09
Gymnasien in NRW können Beispiel geben
Der Deutsche Schulpreis 2010 - jetzt bewerben
Zum vierten Mal startet der
Wettbewerb „Der Deutsche Schulpreis“ der Robert Bosch Stiftung und
anderen. Unter dem Motto „Dem Lernen Flügel verleihen“ werden bis
zum 30. September 2009 Schulen gesucht, die herausragende
pädagogische Leistungen erbringen.
Wir fordern die Gymnasien auf, sich bei diesem Preis zu bewerben, um
zu dokumentieren, dass Gymnasien in NRW Vorbilder für die
Schulentwicklung in Deutschland sein können.
Information zum "Deutschen Schulpreis"
Bewerbungsunterlagen
21.08.09
Bessere Information – bessere Akzeptanz
Schulministerium stellt G8-Broschüre vor
Die Information der Eltern
über die Regelungen des achtjährigen Gymnasiums war stets eine
Forderung der Landeselternschaft. Nach wie vor bereiteten die
Schulzeitverkürzung und die damit verbundenen Belastungen der
Schüler vielen Eltern Sorgen. Daher begrüßen wir die Herausgabe der
neuen Broschüre des Schulministeriums „Das achtjährige Gymnasium in
Nordrhein-Westfalen – Die Schulzeitverkürzung gelingt“. Viele
Unklarheiten lassen sich hierdurch im Vorfeld beseitigen. Darüber
hinaus gibt sie den Gymnasien Anregungen zur sinnvollen Umsetzung
der Schulzeitverkürzung einhergehend mit einer individuellen
Förderung der Schüler (siehe
auch Presseerklärung der LE,
Link zur Broschüre des Schulministeriums)
20.08.09
Wahlkalender für die Mitwirkungsgremien
Für die Elternarbeit an Ihrer Schule
wünschen wir Ihnen im beginnenden Schuljahr viel Erfolg und
möchten Sie ermuntern, sich zu engagieren und sich zum Wohl der
Schüler „einzumischen“. Als Hilfestellung können Sie auf unserer
Homepage nicht nur zahlreiche Schriften kostenlos bestellen, sondern
finden hier auch den
offiziellen Wahlkalender für die Wahlen in den
Schulmitwirkungsgremien, wie er in Schule NRW, dem Amtsblatt des
Schulministeriums veröffentlich wird.
19.08.09
Herzlich Willkommen!
Sehr herzlich begrüßen wir
Euch – die neuen Schüler der Gymnasien. Wir wünschen Euch einen
guten Start und viel Erfolg für Eure Schullaufbahn.
Die Umstellung von der Grundschule auf das Gymnasium ist für viele
Kinder nicht leicht: Ein längerer Schulweg, neue Mitschüler und neue
Unterrichtsfächer, für fast jedes Fach einen anderen Lehrer und
insgesamt mehr und höhere Lernanforderungen sind für die
Fünftklässler erstmal ungewohnt.
Aber auch für Sie, liebe Eltern der Sextaner, sind viele Regelungen
unbekannt und es ergeben sich zahlreiche Fragen. Unsere Schrift
„Infos für Sextaner-Eltern“ soll Ihnen und Ihrem Kind den Wechsel
auf das Gymnasium erleichtern und erste Fragen beantworten.
Diese Informationsschrift ist in der letzten Ferienwoche für alle
Eltern der neuen Fünftklässler an unsere Mitgliedsgymnasien gesandt
worden. Sollte Sie es nicht erhalten haben, fragen Sie in den
Schulen Ihrer Kinder nach.
16.06.09
Mitteilungsblatt 193 erschienen

Das Heft
dokumentiert anschaulich die
Bandbreite der Themen, mit denen sich die Eltern in den
Fachausschüssen der LE befassen. Sie reicht
-
vom Doppelten Abiturientenjahrgang –
und der Bewertung des Hochschulpaktes 2020 aus Sicht des CHE (Centrum
für Hochschulentwicklung)
-
über die Arbeit der ÄGGF (Ärztliche
Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau e.V.) und
Sexualerziehung in der Schule sowie
-
über ein Konzept zur
Schüler-Lehrer-Evaluation
-
bis hin zur Diskussion über die
Schulstruktur mit einem Vertreter der Ev. Landeskirche Westfalen
und die staatliche Finanzierung von Privatschulen.
Daneben dokumentiert das Heft den ersten
Teil der Frühjahrs-Mitgliederversammlung. Dr. Heiner Koch,
Weihbischof in Köln, unterstrich sein philosophisches und
facettenreiches Plädoyer für die Unabdingbarkeit der
Wertevermittlung in der Schule mit vier Thesen.
1. Bildung bedarf der Disziplin – sie ist immer ein Angehen gegen
die Trägheit.
2. Bildung bedarf der Verantwortung – der Mensch wird nur im Du zum
Ich.
3. Bildung bedarf der Muße.
4. Schüler müssen in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt werden.
Den zweiten Teil der Frühjahrs-Mitgliederversammlung 2009 werden wir
im nächsten Mitteilungsblatt 194 dokumentieren.
Dieses Heft wird sich schwerpunktmäßig mit der Schulzeitverkürzung
befassen.
09.06.09
Es sind noch Mittel frei - Eile ist geboten
Rund 10 Millionen Euro stellt
das Land noch in diesem Jahr für die Ausstattung von
Ganztagsangeboten Schulen zur Verfügung, auch Gymnasien! Jedes
Gymnasium, das noch keine Mittel aus dem IZBB-Fonds
(Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung") erhalten hat,
kann bis zu 50.000 Euro bekommen. Berechtigt sind Gymnasien, die
Ganztagsschulen sind oder eine pädagogische Übermittagbetreuung im
Rahmen des Programms „Geld oder Stelle“ anbieten. Gefördert werden
Investitionen zur Ausstattung von Ganztagsangeboten. Darunter fallen
Gegenstände, die im Zuge von Ganztagsangeboten genutzt werden,
insbesondere Ausstattung von Mensen, Caféterien, Aufenthaltsräumen
aber auch Bücher, Materialen für naturwissenschaftliche Experimente,
Sport- und Spielgeräte, Hard- und Software und weiteres.
Alle Detailregelungen finden Sie
hier:
Anträge können ab sofort gestellt werden. Die Zuteilung der Mittel
erfolgt nach der Reihenfolge der Antragseingänge. Ein Anspruch auf
Förderung besteht nicht. Spätester Antragstermin ist der 13.
November 2009.
Für die geförderten Projekte ist vom Schulträger ein Eigenanteil von
10 % der Gesamtkosten zu erbringen! Dieser kann nicht durch
Elternbeiträge erbracht werden. Zudem kann der Eigenanteil auch
durch Mittel aus der Bildungspauschale/ Schulpauschale erbracht
werden.
Darüber hinaus verlängert das Land die Antragsfrist für die Nutzung
des Programms „Geld oder Stelle“ in gebundenen Ganztagsschulen bis
zum 30. Juni 2009.
18.05.09
G8 ist nicht unumstritten
Eltern diskutierten intensiv über die Wertevermittlung in der Schule
und die Schulzeitverkürzung auf der Mitgliederversammlung der
Landeselternschaft in Dortmund am 16. Mai 2009. Sie sprachen sich
zum Wohle der Schüler für die Fortsetzung von G8 aus und forderten
zugleich Nachbesserungen von der Landesregierung
Zwei aktuelle und brisante
Themenbereiche standen auf der Tagesordnung der
Mitgliederversammlung. So war es nicht verwunderlich, dass rund 450
Teilnehmer der Einladung des Vorstandes des Verbandes gefolgt waren,
der 85 % der Schulpflegschaften der Gymnasien in NRW vertritt.
„Eine wertelose
Schule ist wertlos“
Der erste Teil der Veranstaltung war dem Thema „Eine wertelose
Schule ist wertlos“ gewidmet. Durch die Finanzkrise, die durch
hemmungslose Profitgier ausgelöst wurde und den Verursachern einen
Mangel jeglicher Moral und Gewissens bescheinigte, rückte der Ruf
nach Ethik in der Wirtschaft und Wertevermittlung in der Schule in
den Focus der Öffentlichkeit. Ebenso intensivierten kriminelle
Exzesse wie in Winnenden die Diskussion in Politik, Medien und
Schule.
Dr. Heiner Koch, Weihbischof im Erzbistum Köln, unterstrich sein
philosophisches und facettenreiches Plädoyer für die Unabdingbarkeit
der Wertevermittlung in der Schule mit vier Thesen.
1. Bildung bedarf der Disziplin – sie ist immer ein Angehen gegen
die Trägheit
2. Bildung bedarf der Verantwortung – Der Mensch wir nur im Du zum
Ich
3. Bildung bedarf der Muße
4. Schüler müssen in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt werden
Die Eltern dankten Weihbischof Koch für seinen exzellenten Vortrag
mit minutenlangem Beifall. Den Vortrag im Wortlaut können Sie
hier nachlesen.
„G 8 kann
gelingen“
„G 8 kann gelingen“ war das Motto des zweiten Teils der Frühjahrs-
Mitgliederversammlung der Landeselternschaft der Gymnasien. Soll G8
bleiben? Wollen die Eltern der Gymnasiasten die Rückkehr zu neun
Schuljahren am Gymnasium? Sollen die Schulen selbst entscheiden
können, in welcher Zeit sie ihre Schüler zum Abitur führen? Diese
entscheidenden Fragen standen zur Abstimmung auf der Tagesordnung
der Versammlung.
„Die Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Schulzeitverkürzung sind
nach wie vor groß, und es darf nicht sein, dass Kinder mit
Bauchschmerzen in die Schule gehen oder auf ihre Freizeit verzichten
müssen, um dem Unterricht folgen zu können. Schule darf nicht krank
machen. Wir sollten mit allen Kräften gemeinsam Lösungen finden und
sie auch mittragen, um unseren Kindern ihre Schulzeit zu einem
lohnenden und erfolgreichen Abschnitt ihres Lebens zu machen“,
appellierte die Vorsitzende Gabriela Custodis(Eröffnungsrede).
„Nicht Sieg sollte der Zweck der Diskussion sein, sondern Gewinn“,
mahnte Custodis zu Beginn der Versammlung. Den Gewinn für die
Kinder, den die Abschaffung von G8 oder der wahlweise Rückkehr zu G9
bringt, konnte die Mehrheit der Elternvertreter der Gymnasien nicht
erkennen. Nach Berichten aus der Schulpraxis, engagiert
vorgetragenen Begründungen der Anträge, des Gegenantrages des
Vorstandes und Statements über die Vor- und Nachteile der
Schulzeitverkürzung stimmten drei Viertel
der anwesenden Eltern in Dortmund für die Beibehaltung der
Schulzeitverkürzung. Vor allem Bernhard Gödde,
Schulleiter des Gymnasiums Schloß Neuhaus Paderborn, sprach viele
Probleme des achtjährigen Bildungsganges in seinem Vortrag an,
zeigte aber mit einem mitreißenden „Yes, we can“, dass G8 nicht nur
gelingen kann, sondern auch viele Vorteile für die Schüler bringt.
Das Votum auf der Mitgliederversammlung entspricht unserer im
Vorfeld der Versammlung durchgeführten Meinungsumfrage unter unseren
Mitgliedern. Auch hier waren 73,5% der Pflegschaftsvorsitzenden aus
200 Gymnasien in NRW, die sich an der Umfrage beteiligt hatten, für
die Beibehaltung der Schulzeitverkürzung.
Das Votum für G8 – gemäß dem Antrag des Vorstandes – ist verbunden
mit Forderungen zur Nachbesserung bei der
Umsetzung der Schulzeitverkürzung an die Landesregierung:
- Insbesondere eine ausreichende Versorgung mit Fachlehrern und
kleinere Klassen sind die Hauptforderungen.
- Die Demographiegewinne müssen jetzt in den Schulen realisiert
werden.
Weitere Forderungen sind:
- die Unterstützung der Schulen durch die Bezirksregierungen bei der
Erstellung von schuleigenen Curricula,
- die Einhaltung des vorgeschriebenen Zeitrahmens für Hausaufgaben
von z. B. 90 Minuten in der Orientierungsstufe und 120 Minuten in
den anderen Stufen der Sekundarstufe I durch Zeitangaben der
Fachlehrer in den Klassenbüchern,
- die Dokumentation der Umsetzung der Schulzeitverkürzung in den
Schulen und deren Überprüfung durch die Schulaufsicht,
- insbesondere die Information der Eltern über die Verteilung und
inhaltliche Ausgestaltung der Ergänzungs- und Förderstunden,
- Veränderung des Englischlehrplans der Grundschule. Er muss
zukünftig ein klares Übergangsprofil im Fach Englisch beim Übergang
von der Grundschule auf das Gymnasium enthalten und ein Additum in
der vierten Grundschulklasse für die Schüler, die auf das Gymnasium
wechseln sollen.
- eine Anpassung der Lerninhalte der zweiten Fremdsprache -
insbesondere Französisch - an den Entwicklungstand der nun jüngeren
Schüler,
- nicht zuletzt die Sicherstellung von genügend Studienplätzen für
die steigende Zahl der Studienberechtigten – besonders im doppelten
Abiturjahrgang 2013.
27.03.09
Hausaufgaben: Zeitgewinn durch Zeitvorgabe
Entlastung der Schüler durch bessere Abstimmung der Hausaufgaben
Immer noch gibt es viele
Klagen über die Belastung der Schüler am Gymnasium durch die
Schulzeitverkürzung. Häufig werden die erhöhte Anzahl an
Unterrichtsstunden und die dann noch zu erledigenden Hausaufgaben
verantwortlich gemacht für die fehlende Freizeit der Kinder.
Die Landeselternschaft der Gymnasien hat zur Handhabung der
Hausaufgaben einen Vorschlag in ihrem aktuellen Mitteilungsblatt 192
gemacht. Die Vorsitzende Gabriela Custodis führt in ihrem
Leitartikel aus:
„Wer lange lernt, lernt noch lange nicht mehr. Ziel von Hausaufgaben
ist nicht nur fertigmachen, üben, repetieren. Sie fördern im
Idealfall selbständiges und selbst reguliertes Lernen. Nur wenn
Schüler sorgfältig und motiviert ihre Hausaufgaben erledigen, sind
diese nach internationalen Studien mit besseren Lernleistungen
verbunden. Schüler empfinden Hausaufgaben als sinnvoll, wenn sie
überprüft und korrigiert werden oder wenn sie die nächste
Unterrichtsstunde vorbereiten. Vor allem muss die Arbeit der Schüler
auch anerkannt werden.
Schüler beklagen allerdings oft, dass Lehrer sich in der Quantität
der Aufgaben nicht abstimmen. Wie wäre es, wenn jeder Lehrer im
Klassenbuch eine Zeitangabe einträgt, die er für die zu bewältigende
Aufgabe für nötig hält? So könnte der Zeitrahmen von z. B. 90
Minuten in der Orientierungsstufe eingehalten und eine
gleichmäßigere Verteilung der Hausaufgaben erreicht werden. Wenn das
Zeitmaß angeben wird, erhalten Schüler und Eltern wichtige
Orientierungen über die Anforderungen der Aufgaben.“
Die Rückmeldungen der Schüler und der Eltern, ob dieser Zeitrahmen
tatsächlich von den Schülern eingehalten werden kann, geben Lehrern
wichtige Informationen, wie die Hausaufgaben umgesetzt werden und ob
sie Umfang und Anforderungen richtig eingeschätzt haben. „Die sich
hieraus ergebenen Diskussionen - auch der Lehrer untereinander -
können hilfreiche Anregungen für den Unterricht und das
Arbeitsverhalten der Schüler geben“, so die Vorsitzende des
Elternverbandes. „Dann klappt es auch mit der Bildung! Wir
befürworten diese Idee mit Überzeugung und halten sie für gut
umsetzbar mit wenig Aufwand.“
Dieses Mitteilungsblatt mit
einer Auflage von 40.000 Exemplaren wird zurzeit an die
Elternvertreter unserer Mitgliedsgymnasien versandt.
Die Landeselternschaft fordert das Schulministerium eindringlich
auf, diesen Vorschlag aufzugreifen und für dessen Umsetzung und
Einhaltung an den Gymnasien Sorge zu tragen.
Das Schulministerium unterstützt
unsere Forderungen: "Diese Idee finde ich hervorragend", so
die Reaktion der Ministerin in der heutigen Pressemitteilung des MSW.
"Ein Fachlehrer in der fünften oder sechsten Stunde sieht zudem,
ob er für sein Fach überhaupt noch Hausaufgaben aufgeben kann oder
ob das Zeitkontingent
schon ausgeschöpft ist."
Pressemitteilung der LE
Pressemitteilung des Schulministeriums
16.02.09
Eltern weiter am Ball
Genau ein Jahr nachdem
konkrete Absprachen zur Verbesserung der Schulzeitverkürung am
Gymnasium vereinbart worden waren, trafen sich die
Landeselternschaft der Gymnasien, der Philologen-Verband sowie die
Rheinische und die Westfälisch-Lippische Direktorenvereinigungen
erneut mit Staatssekretär Günter Winands. Wieder stand die Umsetzung
des achtjährigen Gymnasiums auf der Tagesordnung.
Wenn auch die Grundsatzentscheidung für die Schulzeitverkürzung am
Gymnasium von allen Beteiligten weiterhin bejaht wird, so müssen
doch auch nach der zügigen Umsetzung der Vereinbarung des letzten
Jahres immer noch Belastungssituationen für die Schüler angemerkt
werden. Hierzu gehören u.a.
- der Umfang der Hausaufgaben,
- der Englischunterricht an der Schnittstelle Grundschule Gymnasium,
- die Leistungsherausforderung für die Schüler durch das Einsetzen
der zweiten Fremdsprache.
Weitere Informationen über das Gespräch finden Sie in der
gemeinsamen
Pressemitteilung.
09.01.09
Eltern vertrauen ihren Vertretern in den Konferenzen
Zur strittigen Diskussion über den Erlass „Ganztägiger Konferenz-
und Beratungstag vor den Zeugnisterminen“ vom 9. Dezember 2008
Die Landeselternschaft der
Gymnasien weiß aus den vielen Rückmeldungen ihrer
Mitgliedsgymnasien, dass Lehrer, Eltern und Schüler mit der größeren
Eigenverantwortung der Schulen und der gemeinsamen Verantwortung für
die Bildung der Schüler sehr sorgfältig umgehen. Dazu gehört auch,
dass die Entscheidung über unterrichtsfreie Tage für
Zeugniskonferenzen bei Bedarf in den Schulkonferenzen gemeinsam
getroffen und den Eltern vorab bekannt gegeben wird, wie es der
Erlass vorsieht. Unterrichtsfrei ist danach nicht zwingend
vorgegeben, sondern stets von dem Beschluss der Schulkonferenz
abhängig.
Die letzten Mitgliederversammlungen – und insbesondere die dort
geführten Diskussionen über Leistungsbewertung und Kopfnoten – haben
deutlich gemacht, dass die Eltern großen Wert auf eine intensive
Beratung der Lehrer über die individuelle Lern- und
Leistungsentwicklung ihrer Kinder legen. Dafür ist es unserer
Meinung nach unumgänglich, dass die Lehrer auch im Rahmen von
Zeugniskonferenzen ausreichend Zeit auch für Beratung und Abstimmung
über individuelle Lern- und Förderempfehlungen haben, insbesondere
auch deshalb, weil ein Sitzenbleiben durch rechtzeitige Förderung
vermieden werden soll.
Wir gehen davon aus, dass bei ihrer nach dem Erlass gewährten
Entscheidungsmöglichkeit die Schulkonferenzen, das heißt Eltern,
Lehrer und Schüler, sehr sorgfältig abwägen zwischen dem Nutzen von
Unterricht und Beratung des Lehrerkollegiums über die einzelnen
Schülerleistungen. Sollte sich ein Gymnasium für einen ganztägigen
Konferenz- und Beratungstag entscheiden, hat die Schule vielfältige
Möglichkeiten, den eventuellen Unterrichtsausfall durch
eigenverantwortliche Aufgaben für die Schüler zu kompensieren.
Seit Erscheinen des Erlasses sind uns keine Beschwerden der Eltern
bekannt.
Runderlass
des MSW "Ganztägiger Konferenz- und Beratungstag vor den
Zeugnisterminen" von 9. Dezember 2008
24.11.08
Den Schülern weiterhin verpflichtet -
Vorstandswahlen in der Landeselternschaft
Der auf der diesjährigen
Herbst-Mitgliederversammlung der Landeselternschaft der Gymnasien in
NRW e.V. am 15. November 2008 in Dortmund gewählte Vorstand tritt
weiterhin mit Nachdruck für eine Entlastung der Schüler des
achtjährigen Gymnasiums ein. Bereits im Februar 2008 hat die
Landeselternschaft gemeinsam mit Philologenverband und
Direktorenvereinigungen konkrete Absprachen mit dem Schulministerium
vereinbart, die aufgetretenen Mängeln bei der Umsetzung der
Schulzeitverkürzung entgegenwirken sollten. Diese Absprachen sind
inzwischen weitgehend in Erlassen geregelt.
Die Befürchtungen der Eltern, die Bildungschancen der Kinder, die ab
2013 das Gymnasium verlassen, könnten sich durch überfüllte
Hochschulen und gesättigten Ausbildungsmarkt aufgrund des doppelten
Abiturientenjahrganges erheblich verschlechtern, nimmt die
Landeselternschaft seit Beginn der Schulzeitverkürzung sehr ernst
und setzt sich vehement für Problemlösungen in diesem Bereich ein.
Wissenschaftsminister Prof. Dr. Pinkwart erläuterte auf der
Mitgliederversammlung in Dortmund den anwesenden Gymnasialvertretern
die Maßnahmen der Landesregierung im Hochschulbereich. Er
garantierte jedem Studierwilligen in NRW einen Studienplatz in
unserem Bundesland. Die Landeselternschaft wird die Umsetzung der
Maßnahmen weiterhin kritisch begleiten.
Die Mitgliederversammlung wählte mit überwältigender Mehrheit erneut
Gabriela Custodis zur Vorsitzenden der Landeselternschaft der
Gymnasien in NRW. Sie leitet den Verband erfolgreich seit Herbst
2004 und ist seit diesem Zeitpunkt auch Vorsitzende des Ausschusses
„Gymnasiale Bildung“. Die Elternvertreter wählten Dr. Uwe Maerz,
Vorsitzender des Ausschusses Privatschulen, zum neuen
stellvertretenden Vorsitzenden und bestätigten Henning Keil,
Vorsitzender des Ausschusses Schulmitwirkung/Schulrecht in seinem
Amt als stellvertretender Vorsitzender.
10.11.08
Vorschläge aufgegriffen
Termine für die
„Kleinen Ferien“ stehen fest
Die Landeselternschaft
kritisierte in ihrer Stellungnahme zum Ferienkonzept für die
Schuljahre 2010/11 bis 2016/17 den späten Beginn der
Weihnachtsferien, der die Festvorbereitung und Reisen zu Verwandten
erschwert hätte. Wir freuen uns, dass dieser Kritik Rechnung
getragen wurde und der Beginn der Weihnachtsferien nun wesentlich
familienfreundlicher geregelt ist.
Ebenso begrüßen wir die Verlängerung des Zeitabstandes zwischen den
Sommer- und Herbstferien für die Schuljahre, in denen dieser Abstand
besonders kurz war.
Die festgelegten
Ferientermine für NRW für die Schuljahre 2009/2010 bis
2016/2017 und die
Sommerferienregelung für alle Bundesländer können Sie hier
einsehen.
09.10.08
Schulbücher weisen
den Weg
„Die Bildungsstandards müssen mit der Tradition des Gymnasiums
zusammengebracht werden“, forderte Prof. Dr. Olaf Köller, Leiter des
Institutes zur Qualitätsentwicklung in Berlin (IQB) auf der
Pressekonferenz des Schulministerium zur Vorstellung der neuen Schulbücher am
1.10.2008, die Gabriela Custodis und Frauke Ammann für die
Landeselternschaft der Gymnasien besucht haben.
„Als Elternvertreter freut es uns, dass Pflichtstoff und zusätzliche
Unterrichtsinhalte für das achtjährige Gymnasium nun jeweils
deutlich in den Schulbüchern gekennzeichnet werden“, unterstreicht
Gabriela Custodis die Position der LE. Die hatte sich gemeinsam mit
dem Philologenverband und den Direktorenvereinigungen NRW bereits im
Frühjahr 2008 für eine solche Kennzeichnung eingesetzt. Die Schüler
erheblich zu entlasten, war das Ziel dieser Forderung. Denn Lehrer,
Schüler und Eltern erhalten hierdurch wertvolle Hinweise darauf,
welcher Unterrichtsstoff auch bei der Schulzeitverkürzung
unverzichtbar bleibt und was reduziert werden kann.
„Im Moment ist NRW Primus bei der Umsetzung der Kerncurricula“,
lobte Prof. Köller die nordrhein-westfälischen Lehrpläne für das
achtjährige Gymnasium. Das IQB hatte für sieben Fächer festgestellt,
dass die Neufassungen den Maßgaben der bundesweit verbindlichen
Bildungsstandards in beispielhafter Weise gerecht werden. Diese
gelungenen Lehrpläne können aber nur „gelebt“ werden, wenn Lehrern,
Schülern und Eltern das Konzept der Bildungsstandards - ein
kompetenz- und outputgesteuerter Unterricht - vermittelt wird.
„Lehrpläne sind das Scharnier zwischen Bildungsstandards und
Schule“, so Prof. Köller. Hierfür wiederum spielen standardgerechte
Lehrbücher eine wichtige Rolle.
Die Schulen müssen die neuen Schulbücher jedoch auch einführen. Hier
sind die Schulträger in der Pflicht, aber auch die Eltern in den
Schulen vor Ort, die die Anschaffung der Schulbücher in den Schulen
einfordern müssen.
10.09.08
Endlich im Gesetz
- nehmen Sie Ihre Rechte wahr
Im letzten Jahr hat sich die
LE vehement für die Möglichkeit eingesetzt, dass neben den
Vertretern für die Schulkonferenz auch eine entsprechende Anzahl von
Abwesenheitsvertretern gewählt werden kann. Wir hatten für die
Gymnasien eine Musterwahlordnung erarbeitet, die u.a. die Wahl von
Abwesenheitsvertretern für die Schulkonferenz vorsah. Nach längerer
Diskussion hat Herr Staatssekretär Winands unsere Auslegung des
Schulgesetzes in diesem Punkt als rechtmäßig bestätigt.
Bisher war die Wahl von Abwesenheitsvertretern jedoch nur dann
möglich, wenn die Schulen dies in einer schuleigenen Wahlordnung
beschlossen hatten. Mit Beginn dieses Schuljahres sieht nun auch das
Schulgesetz durch die Änderung des
§ 64
Abs. 2 SchulG die Wahl von Ersatzmitgliedern vor.
11.08.08
Liebe Eltern - Wir sind wieder für Sie da
Wir wünschen Ihren Kindern
und Ihnen einen guten Start in das neue Schuljahr und begrüßen ganz
besonders herzlich die Eltern der neuen Sextaner.
Auch in diesem Schuljahr kommen einige Neuerungen auf die Schulform
Gymnasium zu, über die wir Sie wie immer zeitnah und zuverlässig
informieren werden.
Hinweisen möchten wir Sie heute auf die Antragsfristen zur Teilnahme
an den Programmen der Ganztagsoffensive:
-
30. 11. 2008: Antragstermin
für die Einrichtung eines gebundenen
Ganztagsgymnasium in den Jahren 2009 und 2010,
-
31. 10. 2008: Antragstermin
für das Programm „Geld oder Stelle“,
-
30. 11. 2008: Antragstermin
für das 1.000-Schulen-Programm.
Alle Erlasse mit Antragsformularen und
weiterführenden Hinweisen finden Sie auf der Homepage des
Schulministeriums
www.schulministerium.nrw.de.
Für die Elternarbeit an Ihrer Schule wünschen wir Ihnen viel Erfolg
und möchten Sie ermuntern, sich zu engagieren und sich zum Wohl der
Schüler „einzumischen“. Als Hilfestellung können Sie auf unserer
Homepage nicht nur zahlreiche Schriften kostenlos bestellen, sondern
finden hier auch den
Link zum offiziellen Wahlkalender für die Wahlen in den
Schulmitwirkungsgremien.
19.06.08
Mitteilungsblatt 190 erschienen

Die Umsetzung der Schulzeitverkürzung
und die damit verbundene Ganztagsoffensive des Landes sowie die
Forderungen der Landeselternschaft zum Verfahren bei der Vergabe von
Kopfnoten sind wesentliche Schwerpunkte dieses Heftes.
Daneben dokumentiert das Heft anschaulich die Bandbreite der
Themen, mit denen sich die Eltern in den Fachausschüssen der LE
befassen. Sie reicht
-
vom Beschwerde und Widerspruchsrecht
bei den Kopfnoten (Ausschuss Schulmitwirkung/Schulrecht)
-
über den Doppelten Abiturientenjahrgang,
Eignungsdiagnostik als Hilfe bei der Studienfach- und Berufswahl
und den Elternworkshop „Wie Eltern ihre Kinder bei der Studien-
und Berufswahl unterstützen können“ (Ausschuss Studium und
Beruf) bis hin
-
zum Exzellenzlabel für
mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen
(Ausschuss Gymnasiale Bildung) und
-
dem Nichtraucherschutzgesetz des
Landes und der Schulverpflegung (Ausschuss Gesundheit und
Jugendschutz).
Der Ausschuss "Privatschulen" hatte
außerdem zu dem Thema "Kopfnoten" getagt. Diese Sitzung konnte aber
in diesem Heft nicht mehr dokumentiert werden.
Das Heft ist inzwischen in allen
Mitgliedsschulen eingetroffen.
Wir wünschen Ihnen
viel Freude beim Lesen
16.06.08
Musterlehrpläne im Internet
Schulministerium setzt eine weitere Absprache mit Eltern, Lehrern
und Schulleitern um
Seit dem 3. Juni 2008 liegen
Musterlehrpläne für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch,
Französisch und Latein im achtjährigen Gymnasium vor und sind unter
dem Link
www.kernlehrplaene.nrw.de abrufbar.
Die „Muster-Curricula“ sind Beispiele aus der Praxis zur Umsetzung
der neuen Lehrpläne im verkürzten Bildungsgang. Sie wurden von
gymnasialen Fachkonferenzen entwickelt und wollen anderen Gymnasien
Anregungen und Orientierung bei der Entwicklung eigener,
schulinterner Lehrpläne geben. Eltern und Schülern wollen sie
zugleich aufzeigen, dass es bei gleichwertigen Ergebnissen nicht
erforderlich ist, im achtjährigen Gymnasium dieselbe Stofffülle wie
bisher durchzunehmen.
Die Bereitstellung solcher Musterlehrpläne als Serviceleistungen für
die Gymnasien hatte die Landeselternschaft gemeinsam mit dem
Philologenverband und den Schulleitervereinigungen gefordert. Sie
waren auch Gegenstand der konkreten Absprachen, die im Februar 2008
zwischen Schulministerium und den genannten Verbänden getroffen
wurden.
Wir als Landeselternschaft der Gymnasien erhoffen uns von diesen
Informationen und Vorgaben die Versachlichung der Diskussion um die
achtjährige Schulzeit und die Verminderung unnötiger Belastungen für
unsere Kinder.
Die unterschiedlichen
Unterrichtskonzepte machen deutlich, dass die nach den Lehrplänen zu
erreichenden Kompetenzen auf ganz unterschiedlichen Wegen erworben
werden können. Die Modelle zeigen auch, mit welcher fachlichen
Vertiefung und in welchem Zeitraum die Obligatorik der Kernlehrpläne
umgesetzt werden kann, ohne auf ergänzende Angebote und
schulspezifische Schwerpunkte verzichten zu müssen.
Musterlehrpläne für die naturwissenschaftlichen Fächer sollen zu
Beginn des neuen Schuljahres unter derselben Adresse bereitgestellt
sein.
09.06.08
Spät, aber richtig
Für die Abiturienten 2008
kommt die Einsicht des Schulministeriums, dass es in der
Mathematikklausur offensichtlich mehr Probleme gegeben hat als
zunächst angenommen, gerade noch rechtzeitig. Bereits am 2. Mai
hatte die Landeselternschaft in einem offenen Brief Ministerin
Sommer darauf hingewiesen, dass sich die Klagen der Abiturienten
über die Aufgabenstellung und den erhöhten Schwierigkeitsgrad im
Zentralabitur 2008 - insbesondere im Fach Mathematik -häuften, und
unverzüglich eine landeseinheitliche Absenkung der
Bewertungsmaßstäbe gefordert.
Allen Schülern, die die umstrittene Oktaeder- oder Basketballaufgabe
bearbeitet haben, nun die Möglichkeit einzuräumen, die
Mathematikklausur neu zu schreiben, erfüllt zumindest unsere
Forderung nach einer landesweit einheitlichen Regelung und stellt
den Ruf des NRW-Zentralabitur nicht länger in Frage (s.
Pressemitteilung des Schulministeriums,
Stichprobe,
Hintergrundinfos und
Schulmail).
Das Ergebnis der Stichprobe spiegelt das Bild wider, das sich auch
durch zahlreiche Anrufe in der Geschäftsstelle in den letzten Tagen
und Wochen abzeichnete. Es gibt viele gute Schüler in NRW, die auch
diese Aufgaben mit Bravour gemeistert haben. Ihnen gratulieren wir
als Eltern sehr herzlich.
Es gibt aber auch ganze Leistungs- und Grundkurse, die diesen
Aufgaben in einer Prüfungssituation nicht gewachsen waren. Die
Gründe hierfür gilt es auch aus Elternsicht in einer umfassenden
Abiturevaluation zu klären. Eine reine Beschreibung des
Sachverhaltes seitens des Ministeriums, bereits vor den zentralen
Prüfungen habe es erheblich höhere Abweichungen im Fach Mathematik
gegeben, ist nicht akzeptabel. Sie wirft eher die Frage auf, warum
hier nicht schon früher Ursachenforschung betrieben wurde, denn auch
damals galt schon der Grundsatz: Kein Schüler darf im Abitur – ob
nun zentral oder dezentral – unter Problemen leiden, die er nicht zu
verantworten hat.
Die heutige schnelle und unbürokratische Lösung des
Schulministeriums findet unsere Unterstützung. Ein anderer
Lösungsweg ist nun - nach vollzogener Erst- und Zweitkorrektur -
kaum noch möglich. Wir hoffen, dass unbürokratische Lösungen
zukünftig schneller gefunden werden.
„Ein schöner Rückzug ist ebenso viel wert wie ein kühner Angriff.“
(Schopenhauer)
23.05.08
Versetzung am Gymnasium
Wie stets in den
letzten Wochen eines Schuljahres erreichen uns zahlreiche Anfragen
der Eltern zu den Versetzungsbestimmungen am Gymnasium.
Als Service für Sie
haben wir den
§ 26 der
APO-SI, der die Versetzung am Gymnasium in der Sekundarstufe I
regelt, im Wortlaut und
Erläuterungen des Schulministeriums hierzu auf unserer Homepage
eingestellt. Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Seite
"Wichtige Themen" unter dem Stichwort
"Versetzung".
16.05.08
Sonderregelung zum erhöhten Eigenanteil der Eltern bei der
Lernmittelfreiheit muss planmäßig auslaufen
Zur
gemeinsamen Pressemitteilung des Städtetages, Landkreistages
sowie des Städte- und Gemeindebundes in NRW zum Eigenanteil der
Eltern für Schulbücher vom 10.04.2008.
Als gymnasialer Elternverband
wenden wir uns entschieden gegen die Initiative der kommunalen
Spitzenverbände in NRW, den Eigenanteil für Eltern im Rahmen der
Lernmittelfreiheit nicht wie vorgesehen mit Beginn des Schuljahres
2008/ 2009 auf 33 % zurückzuführen, sondern bei 49 % zu belassen.
Die Begründung hierfür ist, mit den so für die Kommunen
verbleibenden Mitteln könnten SGB II-Empfänger von Zuzahlungen für
Lernmittel befreit werden.
Wir wenden uns als Landeselternschaft der Gymnasien keinesfalls
dagegen, dass SGB II-Empfänger von Zuzahlungen für Lernmittel
befreit werden. Wenn eine solche Entscheidung jedoch getroffen wird,
dürfte sie nicht durch die Beibehaltung des derzeitig erhöhten
Elternanteils für Schulbücher finanziert werden. Vielmehr müssten
die finanziellen Auswirkungen der Befreiung dieses Personenkreises
durch die Solidargemeinschaft aller Bürger aufgefangen werden.
Allein Eltern von schulpflichtigen Kindern hierfür in die Pflicht zu
nehmen, halten wir für falsch. Es ist bereits Gang und Gebe, dass
Eltern solidarisch über die Fördervereine ihrer Schulen
finanzschwächere Eltern direkt unterstützen, indem die Vereine z. B.
die Kosten für Klassenfahrten für diese Eltern übernehmen.
Keinesfalls für tragfähig halten wir die Begründung der kommunalen
Spitzenverbände, alle Eltern, die mit ihrem Einkommen über SGB II-
Niveau liegen, als „finanziell besser gestellt“ einzustufen. Die
Initiative der kommunalen Spitzenverbände zur Beibehaltung des
erhöhten Eigenanteils würde auch Eltern belasten, deren Einkommen
nur geringfügig über dem SGB II-Niveau liegt und die zudem mehrere
Kinder haben.
Die Elternverbände haben trotz ihrer damaligen Bedenken, gerade im
Hinblick auf finanziell weniger gut gestellte Eltern, seit fünf
Jahren den erhöhten Anteil von 49 % getragen und damit zur
finanziellen Entlastung der Kommunen beigetragen. Die Zustimmung für
diese Regelung haben die Elternverbände in NRW nur im Hinblick auf
die zeitliche Befristung gegeben.
Wir sprechen uns daher dafür aus, dass die derzeitige
Eigenanteilsregelung wie geplant zu Beginn des nächsten Schuljahres
ausläuft und der Eigenanteil für Eltern auf die ursprünglichen 33 %
gesenkt wird.
14.05.08
Zentralabitur:
Vorgehen des Schulministeriums erneut unbefriedigend
Hinweis auf die bestehenden Bewertungsspielräume löst die beim
Zentralabitur 2008 aufgetretenen Probleme nicht
Bereits in ihrem offenen Schreiben an Ministerin Sommer vom 2. Mai
2008 forderte die Landeselternschaft der Gymnasien, die
Bewertungsmaßstäbe für die Abiturarbeiten 2008 umgehend und
einheitlich zu ändern. Der erhöhte Schwierigkeitsgrad der Aufgaben
und die umfangreichere Aufgabenstellung sollte hierdurch
ausgeglichen werden.
Die Schulen erneut aufzufordern (s.
Pressemitteilung des MSW
vom 13.
Mai 2008), die Bewertungsspielräume der Abiturverfügung
auszuschöpfen, ersetzt keine zentralen Vorgaben für alle Lehrkräfte
im Land und bewirkt
Einzelfallentscheidungen und
Ungerechtigkeiten. Probleme, die durch die Aufgabenstellung
verursacht werden, dürfen jedoch keinesfalls zu Lasten der Schüler
gehen. „Uns Eltern ist es daher völlig unverständlich, dass das
Ministerium hier nicht unbürokratisch und flexibel reagiert.
Schließlich ist das Abiturzeugnis nicht irgendein Leistungsnachweis,
sondern ist für den beruflichen Werdegang der Abiturienten
lebenslang entscheidend“, unterstreicht Gabriela Custodis die
Forderungen der Eltern.
Ein Ausschöpfen der Bewertungsmaßstäbe ist auch deshalb nicht
hilfreich, weil für die überwiegende Anzahl der Schüler die
Bearbeitungszeit nicht ausreichte. Was nicht in einer Klausur steht,
kann nicht wohlwollend bewertet werden. Viele Schüler berichteten
außerdem, dass sie nicht mehr genügend Zeit gehabt hätten, ihre
Klausuren durchzulesen, um Schreibfehler oder strukturelle Mängel zu
korrigieren. Im Fach Geschichte sieht der Bewertungsschüssel vor,
dass allein für die sprachlich korrekte und
strukturierte Darstellung 20%
der vorgesehenen Punkte vergeben werden. Die Abiturienten 2008
müssen also befürchten, dass sie in ihrer Abiturprüfung Noten
erhalten, die sie in der zweijährigen Qualifikationsphase nie
erhalten haben und bei weitem nicht ihr Leistungsvermögen
widerspiegeln. Die mündliche Nachprüfung vermag nur begrenzt einen
Ausgleich herbeizuführen. Die erzielten Vornoten sind hierdurch in
der Regel nicht mehr erreichbar.
Die Landeselternschaft fordert erneut, eine landesweit einheitliche
Änderung der Bewertungsmaßstäbe.
07.05.08
Weiterer Elternverband aus dem Bundeselternrat ausgetreten
"Nach reiflicher Überlegung hat der
Gesamtvorstand der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern
e.V. (LEV) bei seiner letzten Vorstandssitzung am 25. April 2008
einstimmig beschlossen, mit sofortiger Wirkung die Mitgliedschaft im
BundesElternRat zu kündigen", hieß es heute in der
Presseerklärung des Gymnasialen Elternverbandes in Bayern.
"Es scheint dem BundesElternRat nicht an
einem Austausch des gesamten Meinungsspektrums zu
bildungspolitischen Fragen gelegen zu sein", so die LEV an den
Vorsitzenden der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft. "Haben Sie bitte
deshalb Verständnis dafür, dass wir den bildungspolitischen Standort
Bayern verteidigen. Unter diesem Aspekt haben wir in der
Vergangenheit trotz schwerer Irritationen und aus Solidarität mit
anderen
Elternverbänden an einer Mitgliedschaft festgehalten. Die
Elterninteressen sollten ehrlich und aufrichtig und ausgetauscht
werden. Hierfür sehen wir derzeit keine Basis mehr."
Die Landeselternschaft der Gymnasien in
NRW war am 26. April 2007 nach Beschluss der Mitgliederversammlung
aus dem Bundeselternrat ausgetreten. Sie hatte zuvor bereits ihre
Mitgliedschaft ruhen lassen. Der Landeselternrat Niedersachsen hatte
den Austritt schon im November 2007 vollzogen.
Ausführlichere Informationen finden Sie
unter
"Wichtige Themen/BER"
05.05.08
Reaktion aus einem anderen Bundesland zur Umfrage des Focus
Pressemitteilung der GEW Hamburg von heute:
Magazin FOCUS sammelt
Daten für bundesweites Schulranking
GEW fordert Einschreiten der Senatorin:
„Stoppen Sie das Aushorchen der Schulen!“
„Hier ist ein klares Wort der Behördenchefin gefordert: Schul- und
leistungsbezogene Daten dürfen nicht weitergegeben werden. Eine
entsprechende Weisung an die Schulen wäre der richtige Schritt auf
den letzten Metern der Amtszeit von Frau Dinges-Dierig“ - nachdem
bekannt geworden ist, dass die Zeitschrift „Focus Schule“ bundesweit
Personalräte und Schülervertretungen an Schulen dazu auffordert,
einen detailreichen Fragebogen online auszufüllen, fordert nun der
Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW Hamburg, Klaus Bullan, die
amtierende Schulsenatorin Alexandra Dinges-Dierig zum Einschreiten
auf. Darüber hinaus ruft der GEW Chef die Schulleitungen und
Personalräte dazu auf, die Umfrage zu boykottieren: „Qualität von
Schule lässt sich nicht so schlicht in Tabellen pressen, wie es das
Magazin seinen Leserinnen und Lesern weismachen will. Bevor mit den
Informationen Schindluder getrieben werden kann, müssen wir deshalb
dem Datenstaubsauger den Saft abdrehen.“
Bullan weiter: „Aus unserer Sicht birgt diese Befragung einen
Verstoß gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen. Bei einer, wenn
auch anonymisierten Beantwortung des Fragebogens kann nicht
ausgeschlossen werden, dass Informationen weitergegeben werden, die
mit gutem Grund öffentlich nicht zugänglich sind. “
FOCUS interessiert sich für umfangreiche Angaben von Schülerzahlen
über den Prozentsatz der Kinder mit Migrationshintergrund bis hin zu
Lebensläufen der Lehrkräfte und Durchschnittsnoten bei
Vergleichsarbeiten. Das Magazin plant, daraus eine Datenbank mit
einem Ranking der Schulen zu erstellen.
Im Übrigen sei, so Bullan ein Schulranking „völlig überflüssig und
sinnlos. Es ist überhaupt nicht geeignet die soziale Wirklichkeit
einer Schule abzubilden.“ Aufgrund ihrer unterschiedlichen
Ausgangsbedingungen - Schülerklientel, Lehrerversorgung, Gebäude –
seien Schulen nicht so schlicht miteinander vergleichbar wie FOCUS
es suggeriere. „Ein solches Ranking führt nur zu Konkurrenz zwischen
den Schulen und schadet den pädagogischen Prozessen- und damit den
Schülerinnen und Schülern,“ warnt der Hamburger GEW-Vorsitzende.
02.05.08
LE setzt sich für Abiturienten ein
Offener Brief
vom 2. Mai 2008
Sehr geehrte Frau Ministerin Sommer,
bei uns in der Geschäftsstelle der LE häufen sich die Klagen über
die Aufgabenstellung und den erhöhten Schwierigkeitsgrad beim
diesjährigen Zentralabitur. Dabei bestätigte sich, dass nicht nur in
einzelnen Gymnasien, sondern flächendeckend in NRW die
Mathematikaufgabe aus der Analytischen Geometrie für normal begabte
Schüler kaum lösbar und die Aufgabenstellungen in allen Fächern zu
umfangreich waren. Im Fach Biologie mussten sogar 18 Seiten (!) Text
gelesen werden. Im Vergleich zum Vorjahr war für die längeren Texte
und zusätzlichen Informationen ein Mehr an Bearbeitungszeit
erforderlich, sodass die Schüler in einer Prüfungssituation mit der
ihnen zu Verfügung stehenden Zeit nicht auskamen.
Sie führen selbst in Ihrer Presseerklärung vom 30. April 2008 aus,
dass es Erhöhungen in Geschichte, Biologie und Physik gegeben habe.
Aus Elternsicht vertreten wir die Auffassung, dass
Aufgabenstellungen - gerade im Abitur - verständlich, kurz und
präzise sein müssen. Umfangreiche Erläuterungen und
Zusatzinformationen zur eigentlichen Aufgabe zeugen nicht von einer
verständlichen und eindeutigen Aufgabenstellung.
Wir fordern daher geänderte Bewertungsmaßstäbe für alle Arbeiten
dieses Abiturjahrganges, die den Schulen schnellstmöglich bekannt
gegeben werden müssen. Einzelne Einsprüche und Notenbeschwerden von
Schülern und Eltern können wir als Lösungen nicht akzeptieren. Nur
wenige Eltern und Schüler werden diesen Weg beschreiten, da auch
Ihnen bekannt sein dürfte, dass an Schulen Beschwerden und
Einsprüche nicht gern gesehen sind. Vor allem steht bei dieser
Vorgehensweise die schlechte Note erst einmal auf dem Zeugnis.
Wir fordern daher eine umgehende einheitliche Regelung, damit die
Mängel bei der Aufgabenstellung schon bei der Erstkorrektur nicht zu
Lasten der Schüler gehen. Ein Ausgleich durch den Zweitkorrektor ist
nur begrenzt möglich. Abweichungsprüfungen, die ohne eine
eingreifende sofortige Korrektur des Schulministeriums im großen
Umfang nötig und vom Philologenverband befürchtet werden, sind nicht
nur eine Belastung für die Lehrer, sondern vor allem für die
Abiturienten.
Ihren Appell in Ihrer Presserklärung an die Lehrer, „die im
Bewertungssystem vorgesehenen Beurteilungsspielräume wahrzunehmen“,
lehnen wir aus Gründen der Vergleichbarkeit und Gerechtigkeit ab, da
die Lehrer diese Spielräume nicht einheitlich ausschöpfen können.
Gerade ein Zentralabitur sollte jedoch Vergleichbarkeit und
Gerechtigkeit bei der Notengebung herstellen.
Wir teilen Ihre Auffassung: „Ganz klar ist eins: Kein Schüler, keine
Schülerin darf darunter leiden, wenn etwas schief gelaufen ist“
(WAZ-Interview vom 28. 4. 2008). Wir bitten Sie eindringlich, sich
im Interesse der betroffenen Schüler für eine schnelle, und
zufriedenstellende Lösung einzusetzen und für eine einheitliche und
gerechte Bewertung zu sorgen.
Gabriela Custodis
- Vorsitzende -
29.04.08
Ein deutliches Ja zu Kopfnoten - ein deutliches Nein zum Verfahren
Mitgliederversammlung
der LE am 26. April 2008
Auf der Frühjahrstagung in
Dortmund sprachen sich die Elternvertreter klar für eine Benotung
des Arbeits- und Sozialverhaltens der Schüler aus. Sie machten aber
ihren Unmut über das zurzeit bestehende Verfahren sehr deutlich. Die
Tagesordnung war erweitert worden, da wenige Tage zuvor ein
Gymnasium den Antrag auf Abschaffung oder hilfsweise Aussetzung
dieser Noten an die Versammlung gestellt hat. Dieser Antrag fand
keine Mehrheit. Gebilligt wurde der
Antrag
des Vorstandes, der den Mitgliedern als Alternative an
diesem Tag vorgelegt wurde.
Das Votum der Versammlung ist als ein klares Votum der
Elternvertreter des Gymnasiums für die Erziehungspartnerschaft von
Schule und Elternhaus zu werten. Die Regelungen zur Vergabe der
Kopfnoten ist den Eltern ein wichtiges Anliegen, da die Kopfnoten
unmittelbar entscheidend bei den Bewerbungen ihrer Kinder und
entscheidend für deren Zukunft sind.
Die Erfahrungsberichte der Schulpflegschaftsvorsitzenden zeigten
jedoch eine ungeheure Bandbreite der Verfahren, die an einzelnen
Schulen angewandt werden. Einigkeit unter den Eltern herrschte daher
über die Notwendigkeit, schnellstmögliche Änderung des Verfahrens
vom Schulministerium einzufordern. Keinesfalls dürfen die zurzeit
bestehenden Ungerechtigkeiten bei den Benotungen einem weiteren
Schülerjahrgang zugemutet werden. Anderenfalls wird das Thema erneut
auf der Tagesordnung der Versammlung stehen. Die uneinheitliche
Notenvergabe kann insbesondere auf Abschlusszeugnissen nicht
akzeptiert werden. Falls aber im Einklang mit der
Eigenverantwortlichkeit der Schulen alle jetzt praktizierten Modelle
zugelassen bleiben, dürfen die Kopfnoten aus Elternsicht – dies
zeigte die Diskussion - nicht weiter auf den Abschlusszeugnissen
erscheinen.
Das Thema „Achtjähriges Gymnasium“ wurde auf Antrag des Vorstandes
auf die nächste Mitgliederversammlung vertagt. Gabriela Custodis
begründete diese Vorgehensweise damit, dass die Landesregierung mit
ihrer Ganztagsoffensive bereits in den letzten Tagen einen Teil der
Forderungen der gymnasialen Elternschaft erfüllt habe. Darüber
hinaus wolle die LE sehr genau die Umsetzung der im Februar dieses
Jahres getroffenen Absprachen verfolgen, um dann Bilanz zu ziehen
und sich erneut zu Wort zu melden.
18.04.08
Pflicht und Kür in Schulbüchern gekennzeichnet
Wir sehen es als weiteren
Erfolg unserer Arbeit an, dass Pflichtstoff und Zusatzmaterial in
den Schulbüchern nun deutlicher gekennzeichnet werden. Dies teilte
heute das Schulministerium mit (s.
Pressemitteilung). Lehrern, Schülern und Eltern wird damit ein
Wegweiser an die Hand gegeben, welche Unterrichtsinhalte
obligatorisch sind und wo sich den Schulen individuelle Lernwege
eröffnen.
Das Maßnahmenpaket zur verbesserten Umsetzung des achtjährigen
Gymnasiums, das die Westfälisch-Lippische und die Rheinische
Direktorenvereinigung, die Landeselternschaft der Gymnasien und der
Philologen-Verband NW, mit dem Schulministerium am 09. Februar 2008
vereinbart haben, forderte, dass in Absprache mit den
Schulbuchverlagen deutlicher als bisher die verpflichtenden
Unterrichtsinhalte hervorgehoben werden müssen.
Als besonderen Service werden die Schulbuchverlage zusätzliche
methodische und didaktische Hinweise in gedruckter Form oder im
Internet veröffentlichen. Dadurch erhalten die Lehrer
Planungssicherheit, wie sie die Lehrbuchinhalte den verfügbaren
Schulwochen zuordnen können, insbesondere bei bereits erschienenen
Werken.
Die Landeselternschaft sieht in der jetzt vereinbarten neuen
Kennzeichnung einen entscheidenden Ansatz, dass die Belastung der
Schüler und der Lehrer durch die Verkürzung der gymnasialen
Schulzeit wesentlich reduziert wird.
15.04.08
Ganztagsoffensive des Landes - klarer Vorrang für Bildung
Aussetzen der Oberstufenreform sinnvoll
Unsere Kritik aus den
praktischen Erfahrungen der Schulzeitverkürzung hat gewirkt.
Mehrfach haben wir in den letzten Wochen auf die erheblichen
Belastungen der Schüler und der Gymnasien hingewiesen und die
Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen für die
Schulzeitverkürzung gefordert. Zuletzt auch in unserer für die
Frühjahrs-Mitgliederversammlung geplanten
Resolution, die wir auch dem Schulministerium zur Kenntnis
gebracht haben.
Die finanzielle Kraftanstrengung der Landesregierung mit einem
Gesamtvolumen von 175 Millionen Euro, die insbesondere den Gymnasien
und Realschulen zugute kommt, mindert den Stress für unsere Schüler.
Als klare Schwerpunktsetzung für Bildung und für die Gymnasien in
NRW wertet die Landeselternschaft der Gymnasien die
Ganztagsoffensive der Landesregierung (s.
Presseinformation und
weitere Erläuterungen).
Durch die Zuweisung eines Budgets von 25.000 Euro pro Gymnasium im
Rahmen des neuen Programms „Geld oder Stellen“ kann eine sinnvolle
Rhythmisierung der langen Schultage an den Gymnasien erfolgen. Die
Landeselternschaft begrüßt ausdrücklich, dass die Schulen diese
Mittel flexibel sowohl für die Übermittagsbetreuung als auch für
ergänzende Arbeitsgemeinschaften einsetzen und somit ihr Schulprofil
stärken können.
Auch die Ausgestaltung des Investitionsprogramms, das vorrangig die
Gymnasien mit jeweils bis zu 100.000 Euro beim Ausbau von Mensen und
Aufenthaltsräumen unterstützt, ist aus Elternsicht gut durchdacht,
da selbst die Kommunen, die unter dem Haushaltssicherungsgesetz
stehen, die hierfür erforderliche Kofinanzierung aus der Schul- und
Bildungspauschale leisten können. Nach Aussagen des Ministeriums
haben die Ergebnisse der Umfrage der Landeselternschaft zur
Schulverpflegung unter ihren Mitgliedsgymnasien maßgeblich zur
Ausweitung des Investitionsvolumens des Landes beigetragen.
Wir begrüßen es auch ausdrücklich, dass die Wahlmöglichkeit der
Eltern zwischen Halb-tags- und Ganztagsgymnasien erheblich
ausgeweitet und gestärkt wird. Gibt es zurzeit landesweit nur 27
Gymnasien und 22 Realschulen im Ganztag, so sollen jeweils in den
Schuljahren 2009/2010 und 2010/2011 in jedem der 54 Kreise in NRW je
ein Gymnasium und eine Realschule zu einer Ganztagsschule ausgebaut
werden. Insgesamt sieht dieses Programm die Schaffung von 216 neuen
Ganztagsschulen in NRW vor.
Zum Gelingen der Schulzeitverkürzung sind mit dieser
Ganztagsoffensive wesentliche Voraussetzungen geschaffen. Darüber
hinaus ist die konkrete Umsetzung der am 9. Februar vereinbarten
Absprachen in den Schulen aus Elternsicht dringend erforderlich.
Hierzu gehören insbesondere die Erstellung von Musterlehrplänen
sowie die Erteilung und Ausweisung von Förderstunden.
Die Aussetzung der geplanten grundlegenden Oberstufenreform - bis
die Bildungsstandards der KMK für die gymnasiale Oberstufe vorliegen
- halten wir für sinnvoll. Dies erspart den Gymnasien zwei Reformen
in kurzer Zeit. Darüber hinaus sind die Gymnasien zurzeit noch mit
der curricularen Umsetzung der Schulzeitverkürzung sehr belastet.
Die inhaltliche Umsetzung der weitreichenden Oberstufenreform, mit
der jetzt bereits in den
Schulen begonnen werden müsste, ist weder Schülern noch Lehrern
zusätzlich zu den bereits vorhandenen Belastungen zuzumuten.
Die Erfahrungen in anderen Bundesländern wie im
Saarland
und in
Sachsen-Anhalt
haben gezeigt, dass weder die Schüler des
neunjährigen noch des achtjährigen Gymnasiums in gemeinsamen Kursen
in der Oberstufe und durch die gemeinsame Abiturprüfung
benachteiligt werden. Jan-Hendrik Olbertz, Kultusminister in
Sachsen-Anhalt, hob auf der Fachtagung zum doppelten Abiturjahrgang
in Berlin ausdrücklich hervor, dass „die ausgesprochen konstruktive
Zusammenarbeit mit den Eltern“ entscheidend für die „unspektakuläre
Bewältigung des doppelten Abiturientenjahrganges“ gewesen sei. Der
Ausgleich fehlender Unterrichtszeit für Schüler des achtjährigen
Gymnasiums in der Oberstufe ist für uns eine weitere zwingende
Voraussetzung für das Gelingen.
1. 04.08
Aufruf an die Schulleitungen und Lehrer der Gymnasien
Erstmalig wird heute an den
Gymnasien über die Kopfnoten für die Zeugnisse der Abiturienten
entschieden. Die Entwicklung der unterschiedlichen
Beurteilungspraxis an den Gymnasien bei der Vergabe der
Zwischenzeugnisse war nicht abzusehen und gibt den einzelnen Schulen
jetzt wenig Zeit, auf schuldemokratischem Weg in angemessener Weise
mit erneuter Diskussion und Beschlussfassung in allen Gremien
rechtzeitig zu reagieren, um den Abiturienten vergleichbare und
damit gerechte Kopfnoten zu erteilen. Auch aus weiteren Gründen
(s. unser Schreiben an Staatssekretär Winands) sehen wir als
Eltern daher eine besondere Benachteiligung des
Abiturientenjahrganges 2008.
Wir möchten in dieser Ausnahmesituation an die Fürsorge der
Schulleitungen und Lehrer für ihre Schüler und ihre Verantwortung
für die Zukunft der Abiturienten appellieren. Sie schicken die
Schüler in ihre persönlichen Laufbahnen und Karrieren hinaus und
beeinflussen maßgeblich deren Lebenschancen, auch mit der
Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens.
Wir als Eltern bitten Sie eindringlich, heute für den jetzigen
Abiturientenjahrgang eine Benotung des Arbeits- und Sozialverhaltens
sehr großzügig und wohlwollend vorzunehmen.
19.03.08
Erste bundesweite von Elternvertretern initiierte G8-Fachtagung
Die Schulzeitverkürzung ist
zurzeit ein zentrales Thema in der Bildungsdebatte. Das Elternforum
Bildung lädt gemeinsam mit der Landeselternschaft der Gymnasien in
NRW und dem Philologenverband NW am 3. April 2008 zur ganztägigen
G8-Fachtagung zum Thema „Wie gestaltet man die Schulzeitverkürzungen
erfolgreich?“ nach Bad Honnef ein. Die Tagung dient dazu,
Informationen und Erfahrungen in den einzelnen Bundesländern
auszutauschen.
Als Hauptreferenten der Tagung konnten Bundesbildungsministerin Dr.
Annette Schavan und Prof. Dr. Manfred Prenzel, Universität zu Kiel,
Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der
Naturwissenschaften, gewonnen werden. Die Titel der Vorträge lauten:
„Die pädagogische Verfassung des Gymnasiums“
Ministerin Dr. Annette Schavan, BMBF
„Bildungsqualität und Lernzeit“
Prof. Dr. Manfred Prenzel, Projektmanager PISA 2003 und 2006,
Deutschland
Die sich anschließenden Workshops zu den inhaltlichen und zeitlichen
Erfordernissen der Schulzeitverkürzung werden geleitet von:
Brunhild Kurth, Direktorin Sächsische Bildungsagentur
Barbara Loos, Vorsitzende Bundes-Direktoren-Konferenz (angefragt)
Wilfried Hegen, Referatsleiter Abteilung 3, Kultusministerium
Thüringen
Dr. Horst Günther Klitzing, stv. Vorsitzender des Deutschen
Philologenverbandes.
Zu der Veranstaltung werden schriftlich eingeladen die
Landeselternräte und Landeselternverbände, Direktorenvereinigungen,
Philologenverbände, Realschullehrerverbände und Hauptabteilungen
Schule/Gymnasien der Kultus- und Schulministerien. Bitte haben Sie
Verständnis dafür, dass die Teilnehmerzahl für jedes Bundesland auf
die eingeladenen Gäste beschränkt bleiben muss.
Die Mitgliederversammlung der Landeselternschaft findet wie geplant
am 26. April 2008 in Dortmund statt. Die Einladungen werden Anfang
April an unsere Mitglieder versandt.
07.03.08
Antragsfrist für „Dreizehn-Plus“ endet am 31. März
Das Programm „Dreizehn-Plus“
fördert Ganztagsangebote auch für Gymnasien in der Sekundarstufe I.
Voraussetzung hierfür ist ein Ganztagsangebot an mindestens vier
Wochentagen von insgesamt mindestens 10 Stunden. Es ist eine
Teilnahme von mindestens 15 Schülern erforderlich. „Dreizehn-Plus“
kann für ergänzende Förderangebote, zum Beispiel
Hausaufgabenbetreuung, Sprachförderung und für sportliche kulturelle
Aktivitäten (z.B. eine Theater-AG) verwendet werden. In Kombination
mit diesen Angeboten kann „Dreizehn-Plus“ auch für eine
Übermittagbetreuung genutzt werden.
Die Gymnasien müssen sich, wenn sie dieses Programm nutzen wollen,
an den Schulträger wenden. Dieser stellt dann die entsprechenden
Anträge. Eigenanteile des Schulträgers sind nicht erforderlich. Der
Schulträger muss die Anträge bis zum 31. März 2008 für das Schuljahr
2008/2009 bei der zuständigen Bezirksregierung eingereicht haben.
Rechtliche Grundlagen, weitergehende Fördervoraussetzungen und
Antragsformulare finden Sie
hier.
29.02.08
Mitteilungsblatt 189 - der Versand hat begonnen
Schwerpunktthema
Schulzeitverkürzung

Alle Artikel dieser Ausgabe greifen das Thema Schulzeitverkürzung am
Gymnasium auf.
Die Vorsitzende der LE Gabriela Custodis
fordert in ihrem Leitartikel "Bildung als Belastung?" die Eltern der
Schüler in der schon immer schwierigen und mit viel Sensibilität zu
meisternden Erprobungsstufe auf:
"Unsere vordringlichste und
entscheidende Aufgabe als Eltern und Familien sollte sein, die
persönliche Situation des Kindes richtig einzuschätzen, ihm Rückhalt
zu geben, ihm aber auch Motivation, Leistung und Erfolg zuzutrauen
und seine Begabungen und Fähigkeiten nicht zu unterschätzen."
Das Heft enthält zudem nicht nur unsere
gemeinsame Presseerklärung mit dem Philologenverband NW und den
Direktorenvereinigungen zu den konkreten Absprachen mit dem
Schulministerium zur Umsetzung der Schulzeitverkürzung. Sondern es
gibt auch Hintergrundinformationen zur Stundentafel im achtjährigen
Gymnasium sowie zu den geplanten bzw. bereits eingeleiteten Maßnahmen
zum doppelten Abiturientenjahrgang 2013.
Darüber hinaus stellt es das
Evangelische Gymnasium in Siegen vor, das als erste Schule in
Deutschland 60-Minuten-Unterrichtsstunden eingeführt hat. Außerdem
präsentiert es die Ergebnisse unserer Umfrage zur Schulverpflegung
an den Gymnasien im Sommer 2007.
Nicht zuletzt zieht Staatssekretär
Günter Winands eine Bilanz nach zweijähriger Verantwortung seiner
Partei für die Bildungs- und Schulpolitik. Die ebenfalls
dokumentierte Diskussion der Mitglieder der LE mit dem
Staatssekretär auf unserer Mitgliederversammlung im November 2007
enthält für Eltern zahlreiche weitere Informationen.
Der Versand dieser Ausgabe an unsere
Mitgliedsgymnasien hat bereits begonnen. Ende nächster Woche sollte
das Heft in allen Mitgliedsschulen eingetroffen sein.
09.02.08
Konkrete Absprachen erzielt
Zur Umsetzung des achtjährigen Gymnasiums – Musterlehrpläne als
Serviceleistungen für die Gymnasien
Die Landeselternschaft der
Gymnasien, der Philologen-Verband sowie die Rheinische und die
Westfälisch-Lippische Direktorenvereinigungen verständigten sich in
einem Gespräch mit Staatssekretär Günter Winands und weiteren
Vertretern des Schulministeriums Ende Januar auf konkrete Absprachen
zur Umsetzung des achtjährigen Gymnasiums in NRW. Die Erfahrungen
mit der Umsetzung der Schulzeitverkürzung waren Anlass für ein
Gespräch, zu dem die vier genannten Verbände eingeladen hatten.
Die Eltern-, Lehrer- Schulleitervertreter stellen die Verkürzung der
Schulzeit am Gymnasium nicht grundsätzlich in Frage und befürworten
das Stundenvolumen von 265 Wochenstunden bis zum Abitur. Die Klagen
vieler Schüler und Eltern über die zeitliche Belastung und die
zunehmende Stofffülle machen jedoch Veränderungen in der
Ausgestaltung aus Eltern- und Lehrersicht zwingend notwendig.
Im Gespräch wurden Absprachen getroffen
-
zum Nachmittagsunterricht und den
Hausaufgaben an diesen Tagen
-
zur Information der Schüler und
Eltern über die Erteilung von Fach- und Ergänzungsstunden
-
zur Pausenregelung
-
zur Verdeutlichung, welche
Unterrichtsinhalte im achtjährigen Gymnasium verzichtbar sind,
einschl. Musterlehrplänen als Serviceleistung für die Gymnasien.
Darüber hinaus wird eine verbesserte
Abstimmung im Fach Englisch zwischen Grundschule und weiterführenden
Schulen als erforderlich angesehen.
Das Schulministerium sagt zu, sich für eine Ausweitung der
Ganztagsschulangebote in den Gymnasien einzusetzen. Auch ist eine
weitere Aufstockung von „13 plus“-Mittel für die Gymnasien
vorgesehen. Eltern und Lehrer haben außerdem die Erwartung, dass die
kommunalen Schulträger die um 80 Mill. € aufgestockte jährliche
Schulpauschale auch für Investitionen in den Gymnasien einsetzen.
Weitere Informationen können Sie der gemeinsamen
Pressemitteilung entnehmen.
07.02.08
Zur gemeinsamen
Umfrage von FOCUS-Schule und BER
In den letzten Tagen haben
sich zahlreiche Schulpflegschaftsvorsitzende bei uns gemeldet, weil
sie die an sie gerichtete Umfrage von FOCUS-Schule und dem
Bundeselternrat (BER) erhalten haben. Sie waren verunsichert,
inwieweit sie sich an der Umfrage beteiligen sollten.
Den Schulpflegschaftsvorsitzenden der Realschulen ging es ebenso und
auch sie wandten sich an ihren Interessenverband. Die
Landeselternschaft der Realschulen hat Bedenken, ob diese Umfrage
mit den Vorschriften des Schulgesetzes vereinbar ist und eine
entsprechende Anfrage an die Bezirksregierungen gerichtet. Nach
Meinung der Landeselternschaft der Realschulen vertritt allein der
Schulleiter die Schule in der Öffentlichkeit (§§ 59 Schulgesetz und
25 ADO) und gibt Auskünfte an die Presse. Elternvertreter hätten
kein Recht, Informationen über die Schule nach außen zu geben.
Wir teilen diese Bedenken und bitten Sie, die Antworten der
Bezirksregierungen abzuwarten. Darüber hinaus halten wir es für
ratsam, die Fragen sorgfältig durchzulesen und Antworten abzuwägen.
Es ist Ihnen überlassen, den Nutzen dieser Befragung für die Schule
Ihrer Kinder einzuschätzen.
25.01.08
Zugang zu den Prüfungsaufgaben des Jahres 2007
„Es ist die Absicht des
Schulministeriums, dass alle Schülerinnen und
Schüler zur Vorbereitung der kommenden Prüfungen Zugang zu den
Prüfungsaufgaben und den Bewertungskriterien des vergangenen Jahres
erhalten und dabei nicht ausschließlich auf die kostenpflichtigen
Produkte der einschlägigen Verlage angewiesen sind“, heißt es in
einem
Schreiben des Schulministeriums NRW vom 24. Januar 2008 an alle
Elternverbände.
Daher stehen die Aufgaben der zentralen Prüfungen des Jahres 2007
den Schulen
zum Download zur Verfügung. Die hierfür nötigen Zugangsdaten, die
für die jeweilige Schule generiert wurden, sind über die
Schulverwaltungsseite des Ministeriums für Schule und Weiterbildung
zu erhalten (s. Anlage des Schreibens vom 24. Januar 2008).
Um das der Schule mitgeteilte Passwort zu erhalten, sollten sich die
Schüler an die Fachlehrer oder die jeweiligen Klassenlehrer wenden.
24.01.08
Elternseminar wurde begeistert angenommen
Rund 50 Eltern von
Gymnasiasten aus ganz NRW nahmen am Samstag, dem 19. Januar 2008, in
der Akademie Mont Cenis in Herne an einem Workshop für Eltern teil,
deren Kinder sich in der beruflichen Orientierungsphase befinden.
Die Landeselternschaft der Gymnasien hatte in Kooperation mit
Einstieg Abi zu diesem Seminar geladen. Durch Impulsvorträge und
praktische Übungen bekamen die Eltern wichtige Hinweise, wie sie
ihre Kinder in dieser ebenso schwierigen wie für den beruflichen
Werdegang bedeutsamen Entscheidungsfindung unterstützen und beraten
können.
„Ich bin durchweg positiv beeindruckt“, so die Resonanz eines Vaters
nach der Veranstaltung, „durch den Vortragsstil der Referentinnen,
das „Werkzeug“, das uns an die Hand gegeben wurde, und nicht zuletzt
durch die eröffneten Perspektiven können wir unseren Kindern
wirklich eine Unterstützung bei der Berufswahl sein.“
Wir danken herzlich den Referentinnen Sabine Schmitz, Steffi
Adam-Bott und Sybille Noack für die gelungene Veranstaltung.
Wir werden in unserem nächsten Mitteilungsblatt ausführlich über
dieses Seminar berichten.
17.01.08
Kopfnoten werden vergeben
Morgen werden mit den Halbjahreszeugnissen auch die sog. Kopfnoten,
wie sie das Schulgesetz NRW vorsieht, vergeben. Seit der
Veröffentlichung der Handreichung zu diesem Bewertungsbereich Ende
Mai 2007 wird eine - bisweilen auch sehr emotionale - Debatte über
die Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens der Schüler geführt.
Die Landeselternschaft der Gymnasien hatte ihre Position bereits in
ihrer Presseerklärung vom März 2007 dargelegt, die wir
hier für Sie erneut einstellen.
Bereits vor Weihnachten haben die Abiturienten 2008 mit ihren
Zeugnissen Kopfnoten erhalten. Beschwerden über eine ungerechte
Beurteilung, wie sie stets zur Zeugnisvergabe über die Fachnoten an
die Geschäftsstelle der Landeselternschaft gerichtet werden, blieben
bisher jedoch aus. Auch um die derzeitige Diskussion zu
versachlichen, empfiehlt es sich aus Sicht der Landeselternschaft
daher, die erste Vergabe der Kopfnoten, Erfahrungen der Eltern und
Schüler hiermit und die Rückmeldungen aus den Schulen abzuwarten, um
dann dem Schulministerium konkrete Änderungsvorschläge zu
unterbreiten.
Bericht über die Diskussion zu diesem Bewertungsbereich auf der
Frühjahrs-Mitgliederversammlung der LE
10.0108
Es sind Plätze frei geworden.
Seminar der LE in Kooperation mit Einstieg Abi am 19. Januar 2008:
Wie Eltern ihre Kinder bei der Studien- und Berufswahl unterstützen
können
Im August des vergangenen
Jahres unterrichteten wir unsere Mitglieder über das Angebot eines
kostenlosen Seminars für Eltern aus unseren Mitgliedsgymnasien,
deren Kinder sich in der beruflichen Orientierungsphase befinden.
Das Seminar will Hinweise geben, wie Eltern ihre Kinder in dieser
Phase unterstützen und bis zu einer tragfähigen Entscheidung
begleiten können.
Schnell waren die Plätze vergeben. Da in den Tagen nach den
Weihnachtsferien aber einige Eltern absagen mussten, möchten wir nun
diese frei geworden Plätze nicht ungenutzt lassen. Wenn Sie an
diesem Seminar teilnehmen möchten und das Gymnasium Ihrer Kinder
Mitglied bei uns ist, dann rufen Sie uns in der Geschäftstelle unter
0211-1711883 an oder senden eine Mail an info@le-gymnasien-nrw.de.
17.12.07
Kopfnoten
Schulen erhalten mehr Zeit zur Beratung für die Bewertung des
Arbeits- und Sozialverhaltens der Schüler
„Diesen Bewertungen kommt
besondere Bedeutung zu, sowohl im Rahmen des Bildungs- und
Erziehungsauftrags der Schule, als auch für die individuelle
Entwicklung der Schülerinnen und Schüler“, heißt es in einer Mail
des Staatssekretärs vom 12. Dezember 2007 an alle Schulen.
„Gerade im ersten Jahr der Umsetzung ergibt sich daraus ein erhöhter
Beratungs- und Abstimmungsbedarf, für den den Schulen hinreichend
Zeit
eingeräumt werden soll“ führt Günter Winands weiter aus. „Bei Bedarf
wird den Schulen deshalb die Möglichkeit gegeben, nach Beschluss der
Schulkonferenz im Schuljahr 2007/08 Zeugniskonferenzen auch
ganztägig durchzuführen. Im Interesse einer zeitnahen Entscheidung
kann die Beschlussfassung auch im Eilverfahren erfolgen.“
13.12.07
Unterricht macht Unterschied
Zu den Ergebnissen
der PISA-Studie 2006
Schule hat den Auftrag, durch
Bildung und Erziehung jedes einzelne Kind zu befähigen, seinen
Begabungen und Neigungen entsprechend einen Ausbildungs- oder
Studienplatz zu erhalten und seinen Platz in unserer Gesellschaft
einzunehmen. „Für die Kompetenzentwicklung der Kinder ist die Frage
der Schulstruktur zweitrangig“, so Prof. Dr. Wilfried Bos, Leiter
der IGLU-Studie. „Seit Jahren ist bekannt, dass die Hauptprobleme
des deutschen Schulwesens in der Qualität des Unterrichts
insbesondere in der Sekundarstufe I zu finden sind.“ (www.ad-hoc-news.de,
25.8.2007)
Mehrere Bundesländer – auch NRW – haben in den letzten Jahren
grundlegende Reformen des Bildungswesens eingeleitet. Sie reichen
von der Verständigung auf gemeinsame Bildungsstandards bis hin zur
Stärkung der Eigenverantwortlichkeit der Schulen bei gleichzeitiger
Einführung zentraler Prüfungen und Schulinspektionen.
Die Ergebnisse der PISA-Studie 2006 zeigen, dass diese Reformen zu
greifen beginnen und die Lernleistungen der deutschen Schüler sich
signifikant verbessert haben und nun erstmals deutlich über dem
OECD-Durchschnitt liegen. Dabei ist hervorzuheben, dass die
Förderung gerade der Schüler im unteren Leistungsbereich Wirkung
zeigt, die Koppelung zwischen sozialer Herkunft und Kompetenterwerb
stark abgenommen hat und integrierte Schulsysteme sich gleichzeitig
signifikant verschlechtert haben, wie z. B. Schweden. Die
Schulformdebatte sollte durch eine Qualitätsdebatte beendet werden.
04.12.07
Schüler aus NRW erleben und präsentieren Kunst und Kultur in Paris
Eine Reise nach Paris – für Schüler kostenlos - Wichtige Information
für alle Oberstufenkurse in Französisch - Ende der Bewerbungsfrist
14. Januar 2008
Schüler werden zu einer
einmaligen kulturellen Begegnung mit französischen Schülern nach
Paris eingeladen. Anlass ist das Frankreich-NRW-Jahr 2008/2009 mit
vielfältigen Kulturaktivitäten in Frankreich, insbesondere in Paris.
Wir möchten die Französischkurse in der gymnasialen Oberstufe
ermuntern, sich zu bewerben (Anmeldeformular).
Das Land NRW lädt 2.000 nordrhein-westfälische Schüler mit ihren
Französischkursen der gymnasialen Oberstufe zu einem gemeinsamen
Kulturerlebnis mit französischen Schülern nach Paris ein. Die
einladenden Partner sind neben dem Land NRW das Französische
Erziehungsministerium, die Stadt Paris, das Französische
Generalkonsulat in Nordrhein-Westfalen, das Institut Français
Düsseldorf und das Deutsch-Französischen Jugendwerk.
Die Veranstaltung findet im Kontext der Nuit Blanche, eines Kunst-
und Kulturfestivals in Paris, vom 3. bis 5. Oktober 2008 statt.
Schülern und Lehrern entstehen keine Kosten. Die französischen
Partner bitten darum, dass die deutschen Schülergruppen 20
Teilnehmer nicht übersteigen. Am Vormittag des 04. Oktober 2008 ist
ein Begegnungsfest in den französischen Gastschulen vorgesehen, bei
dem die teilnehmenden Schülergruppen aus Nordrhein-Westfalen einen
kulturellen Gruppenbeitrag in französischer Sprache präsentieren.
Weitere Einzelheiten zu diesem Projekt können sie der
Einladung des
Schulministeriums an die Gymnasien entnehmen. Für die begleitenden
Lehrkräfte gelten die gleichen Bedingungen wie für die Schüler.
21.10.07
Doppelte Abiturientenjahrgänge als große Chance begreifen!
Fachtagung des
Elternforums Bildung und des Deutschen Philologenverbandes zur
Problematik der doppelten Abiturientenjahrgänge
Auf Initiative des bundesweit tätigen Elternforums Bildung, dessen
Gründungsmitglied die ehemalige langjährige Delegierte der LE im BER
Marietta Omidi ist, fand erstmalig in der Bundesrepublik ein
länderübergreifendes Forum zu dieser Thematik statt. An der Tagung
beteiligten sich rund 100 Vertreter von Eltern-, Schüler- und
Lehrerorganisationen sowie Hochschulen, Ministerien,
Wirtschaftsverbänden, Arbeitsmarktinstituten und Parlamenten aus
ganz Deutschland sowie Vertreter der Bundeswehr und des Bundesamtes
für den Zivildienst.

Gründungsmitglieder des Elternforums Bildung mit Heinz-Peter
Meidinger,
Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes
Übereinstimmung herrschte unter den
Teilnehmern, dass die im nächsten Jahrzehnt auf die deutschen
Hochschulen und den Arbeitsmarkt zuströmenden doppelten
Abiturientenjahrgänge als Chance angesehen werden sollten. „Die
Thematik betrifft nicht nur Abiturienten und Studenten, sondern
durch den Verdrängungswettbewerb auf dem Arbeitsmarkt auch
Berufsschul-, Realschul- und Hauptschulabsolventen“,
charakterisierte Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des
Deutschen Philologenverbandes, die Situation in seiner Begrüßung.
„Die doppelten Abiturientenjahrgänge werden bereits ab 2011 eine
bundesweite Herausforderung sein“, unterstrich Wolfgang Kuert, der
Sprecher des Elternforums Bildung, die Aussagen des
Lehrervertreters.
Der Kultusminister des Landes
Sachsen-Anhalt Prof. Jan-Hendrik Olbertz, dessen Bundesland in
diesem Sommer bundesweit den ersten doppelten Abiturientenjahrgang
bewältigen musste, berichtete, sein Land habe diese Herausforderung
erstaunlich geräuschlos und unspektakulär gemeistert.
Baden-Württemberg rechnet dagegen bis 2012 mit einem 20%igen Anstieg
der Studienanfänger auf jährlich 60.000 Studenten. 2012 dann werden
86.000 junge Menschen in diesem Bundesland studieren. „Diesem
Anstieg wird durch das 300 Millionen-Ausbauprogramm ‚Hochschule
2012’ Rechnung getragen. Sowohl Landesregierung als auch die
Universitäten müssen im Rahmen dieses Programms ihren Beitrag
leisten!“, sagte Julian Würtenberger, Amtschef des
Baden-Württembergischen Wissenschaftsministeriums.
Im Workshop „Schule“ stellte Walter Gremm, Leiter der
Gymnasialabteilung im Bayerischen Kultusministerium, die geplanten
Maßnahmen seines Landes vor. Sie gehen vom beschlossenen
milliardenschweren Ausbauprogramm für die bayerischen Hochschulen
bis hin zur zeitlichen Entzerrung der beiden Abiturientenjahrgänge
2011 und der damit für Absolventen des G9 verbundenen Möglichkeit
der Studienaufnahme bereits zum Sommersemester.
Dr.
Christian Berthold, Centrum für Hochschulentwicklung (CHE),
plädierte im Workshop „Hochschule“ dafür, den Studierenden größere
Anreize zur Mobilität zu bieten.
„Aus demographischen Gründen werde die Zahl der Erwerbsfähigen in den
nächsten Jahren rapide abnehmen. Deshalb ist eine zusätzliche Anzahl
qualifizierter Schulabgänger, die dem Hochschul- sowie dem
Ausbildungsbereich und später dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen
werde, ein willkommener Ausgleich“, so Dr. Ulrich Walwei,
Vizedirektor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
Nürnberg, in seinem Impulsreferat im Workshop „Wirtschaft und
Arbeitsmarkt“. Er belegte seine These mit umfassendem
Zahlenmaterial.
Eltern-, Schüler- und Lehrerorganisationen werden über die Tagung
hinaus im gemeinsamen Meinungs- und Konzeptaustausch die mit den
doppelten Abiturientenjährgängen verbundenen Herausforderungen
begleiten, notwendigen Handlungsbedarf aufzeigen und
Lösungsstrategien mit entwickeln.
14.09.07
Samstagsunterricht -
Entscheidung muss jedem Gymnasium offen stehen
Stellungnahme der LE zum Fünf-Tage-Erlass
Ein besonderes Anliegen der Landeselternschaft war es stets, dass es
der einzelnen Schule freigestellt bleibt, ob sie sich für Unterricht
am Samstag oder am Nachmittag entscheidet. Wir vertrauen den
Gymnasien und ihren Schulkonferenzen, dass sie zum Wohl der Schüler
die richtige Entscheidung für ihre Schulgemeinschaft treffen
Die
Landeselternschaft der Gymnasien begrüßt die größere Flexibilität,
die die Änderung des Bezugserlasses für die Schulen mit sich bringt.
Viele Elternvertreter der Gymnasien hatten vor dem Entwurf bei uns
angerufen und um diese erweiterten Gestaltungsmöglichkeiten gebeten.
Grundsätzlich spricht sich die Landeselternschaft dafür aus, dass
den Schülern der 5. und 6. Jahrgangsstufen nicht mehr als 30
Unterrichtswochenstunden erteilt werden. Sollte an Gymnasien der
Nachmittagsunterricht unvermeidbar sein und die betreffenden Schulen
sich gegen Samstagsunterricht entscheiden, dürfen diese Schulen mit
der organisatorischen Durchführung einer sinnvoll gestalteten
Mittagspause nicht allein gelassen werden. Die hierfür
erforderlichen finanziellen Mittel sollten für die Schulen
bereitgestellt werden.
mehr
03.09.07
Gemeinschaftsschule: sachlich verfehlt
Mit ihrem Parteitagsbeschluss
vom 25. August 2007 flächendeckend und verbindlich - auch im
Privatschulbereich - die Gemeinschaftsschule im Falle der
Regierungsübernahme einzuführen, entfacht
die SPD in NRW erneut die Schulstrukturdebatte. „Wir haben die
besseren Argumente“, schreibt SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft
an alle Parteimitglieder, „und außerdem steigt die Zahl der
Befürworter.“
Doch hier irrt die SPD. Es gibt keine eindeutigen, wissenschaftlich
fundierten Aussagen für eine bessere schulische Förderung der Schüler
durch integrative Systeme. Und auch im Jahr 2007 entspricht die
verbindliche Gemeinschaftsschule nicht dem Elternwillen in NRW. Die
Landeselternschaft der Gymnasien und mit ihr das „Aktionsbündnis
Schule“, in dem 16 Organisationen aus dem Schul- und
Hochschulbereich zusammenarbeiten, werden sich vehement gegen die
Abschaffung der erfolgreichsten Schulform wehren.
Die Pressemitteilung
Landeselternschaft
vom 17. August 2007 und des "Aktionsbündnis
Schule" vom 30. August 2007 können Sie hier nachlesen. Darüber
hinaus thematisieren der Leitartikel und der Artikel "Gemeinschafts-schule
- sachlich verfehlt" unseres Mitteilungsblattes 188 die
Schulstrukturfrage. Das Mitteilungsblatt wird noch vor den
Herbstferien in den Mitgliedsgymnasien eintreffen.
Die Gemeinschaftsschule der SPD
“Bis zur zehnten Klasse sollen künftig alle Kinder in einer Schule
von einem Lehrerkollegium unterrichtet werden. In den Klassen 5 und
6 soll der gemeinsame Unterricht verbindlich sein“, so stellt die
SPD selbst ihre Beschlüsse auf ihre Website dar. „Bei der Reform des
Bildungssystems darf es nicht mehr um das „Ob“, sondern es muss um
das „Wie“ einer Verlängerung der gemeinsamen Lernzeit in der
Sekundarstufe I gehen, um anschließend den Weg in die gymnasiale
Oberstufe oder auf das Berufskolleg oder in die berufliche
Ausbildung zu eröffnen. Deshalb strebt die NRWSPD in der Perspektive
ein vollständig integratives System an, das bis zum ersten
qualifizierenden Abschluss am Ende der Sekundarstufe I führt.“
(SPD-Bildungsparteitag: Die wichtigsten bildungspolitischen
Forderungen in der Übersicht, www.spdnrw.de).
21. 08.07
Ergebnisse der Lernstandserhebungen liegen vor
Leistungen der Gymnasiasten liegen
deutlich über dem Landesdurchschnitt - Vorstoß in Richtung
Gemeinschaftsschule ist unverständlich
Das Schulministerium veröffentlichte
heute die Ergebnisse der Lernstandserhebungen. Es ist erfreulich,
aber nicht überraschend, dass die Schülerleistungen an den Gymnasien
weit über dem Landesdurchschnitt ausfallen. Die Ergebnisse der
Lernstanderhebungen bestätigen damit alle nationalen und
internationalen Vergleichsstudien, in denen die Gymnasiasten
durchgängig vorne lagen.
Auch die negativen Ergebnisse der Gesamtschulen bestätigen sich
erneut. Die Schüler der Gesamtschul-Erweitungskurse, in denen auch
Schüler mit gymnasialer Eignung sind, erzielen im Durchschnitt in
allen untersuchten Bereichen lediglich die Ergebnisse der
Realschüler. Allerdings sind die Realschüler in Mathe und Englisch
etwas besser. Erheblich unter dem Landesdurchschnitt liegen die
Leistungen der Schüler in den Grundkursen der Gesamtschule.
Das auf dem Landesparteitag der SPD am Samstag zum wiederholten
Male angestrebte Votum für eine flächendeckende und verpflichtende
Gemeinschaftsschule, ist auch im Hinblick auf die Ergebnisse der
Lernstandserhebungen unverständlich. Integrierte Systeme führen
nicht per se zu besseren Schülerleistungen. Entscheidend sind die
Qualität des Unterrichtes und die individuelle Förderung der
Schüler. (Siehe Pressemitteilung der LE vom 17. 8. 2007 unter
Verbandsarbeit/ Pressemitteilungen)
Alle Gymnasien können ab heute ihre Ergebnisse abrufen.
10.08.07
Wahl von Stellvertretern für die Mitglieder der Schulkonferenz
Ergänzung zum Eintrag vom 29.06.07
Aufgrund der
zahlreichen Anfragen aus unseren Mitgliedsgymnasien und noch
immer anderslautender Auskünfte einer Bezirksregierung stellen wir
das
Schreiben des Staatssekretärs von 20. Juni 2007 für die
Elternvertreter und Schulleitungen hier bereit. Es stellt
unmissverständlich klar, dass die Wahl von Stellvertretern für die
Mitglieder der Schulkonferenz in der Schulpflegschaft möglich ist
(s. Eintag vom 29. Juni 2007).
10.08.07
Informationen für Eltern zur Studienfinanzierung
Die Verbraucherzentrale NRW startet zu
Schuljahresbeginn eine
Informationsoffensive
zur Studienfinanzierung an NRW-Schulen.
Sie bietet sowohl kostenlose eigenständige
Informationsveranstaltungen für Eltern und Schüler der
Jahrgangsstufen 11 und 12 an, als auch die Beteiligung an bereits
feststehenden Veranstaltung im Schuljahr 2007/2008 an den Schulen in
NRW. Das Angebot ist vorerst auf 100 Schulen begrenzt.
29.06.07
Wichtig – Wichtig – Wichtig
Einsatz der LE von Erfolg gekrönt
Mustergeschäfts-
und Wahlordnung der LE durch Schulministerium bestätigt
Das neue Schulgesetz sieht
Stellvertreter für die Mitglieder der Schulkonferenz nicht
ausdrücklich vor. Ohne eine Abwesenheitsvertretung – insbesondere
für die Eltern in der Schulkonferenz – sah die LE eine wirk-same
Interessenvertretung der Eltern im wichtigsten
Schulmitwirkungsgre-mium nicht mehr gegeben.
Die Landeselternschaft empfiehlt daher ihren Mitgliedsgymnasien die
Öffnungsklausel des § 64 Absatz 5 zu nutzen und im Rahmen einer
eigenen Wahlordnung die Wahl von Stellvertretern für die Mitglieder
der Schulkonfe-renz zu beschließen. Der Ausschuss
Schulmitwirkung/Schulrecht erarbeitete eine entsprechende
Mustergeschäfts- und Wahlordnung, die im Mitteilungsblatt 187
abgedruckt ist.
Bezirksregierungen hielten jedoch die Empfehlung der LE für
unzulässig und untersagten den Schulen ausdrücklich Wahlen für
Abwesenheitsvertreter. Nach dem Wegfall der Drittelparität wollte
der Vorstand der LE diese weitere Schwächung der Elternmitwirkung
nicht hinnehmen und insistierte nach-drücklich beim
Schulministerium.
Aufgrund der von der LE vorgetragenen Argumente bestätigte nun das
Schulministerium in seinen
Schreiben vom 12. und 20. Juni die
Empfehlung der LE ausdrücklich. Es führt sogar weitergehend aus,
dass bereits in der ersten Schulpflegschaftssitzung im kommenden
Schuljahr Abwesenheits-vertreter für die Elternvertreter in der
Schulkonferenz gewählt werden können, obwohl über eine Änderung der
Wahlordnung erst in der zeitlich nachgela-gerten Schulkonferenz
beschlossen werden kann. „Mitglieder der Schulkonferenz können sich
dann in den Sitzungen nach Änderung der Wahlordnung vertreten
lassen“, so das Schulministerium.
Das Schulministerium hat versprochen, bei der nächsten sich
bietenden Gelegenheit eine ausdrückliche Regelung für die
Abwesenheitsvertretung in das Schulgesetz aufzunehmen.
08.06.07
Die Ausschüsse – Herzstück unserer Arbeit
Das Mitteilungsblatt 187 ist in den Gymnasien
Einblicke in die Arbeit unserer fünf
Fachausschüsse gewährt das druckfrische Mitteilungsblatt 187. Der
Versand des Heftes an die Gymnasien ist bereits abgeschlossen.
Alle Ausschüsse haben im Frühjahr 2007 getagt und wesentliche Themen
der nordrhein-westfälischen Schulpolitik aufgegriffen. Hierzu
gehören nicht nur Fragen zur veränderten Elternmitwirkung, sondern
auch Themen wie der doppelte Abiturientenjahrgang 2013, die
Erarbeitung eines neuen Ratgebers zur Schulverpflegung, die
Diskussion zur Reform der Gymnasialen Oberstufe und die Umsetzung
der neuen Stundentafel an den privaten Gymnasien.
Das Blatt enthält somit ein breit gefächertes Spektrum an
Informationen für Sie bereit. Nicht ganz uneigennützig. Denn
vielleicht haben auch Sie nach der Lektüre des Mitteilungsblattes
187 Lust, in einem Ausschuss mitzuwirken. Wir freuen uns auf Sie.
Das nächste Mitteilungsblatt erscheint nach den Sommerferien und
wird die Frühjahrs-Mitgliederversammlung dokumentieren.
06.06.07
Kopfnoten
Handreichung des
Schulministeriums liegt nun vor
Ab
dem Schuljahr 2007/2008 enthalten die Zeugnisse neben den Fachnoten
auch Noten für das Arbeits- und Sozialverhalten der Schüler, die
sog. Kopfnoten. Das Schulministerium hat in dieser Woche nun eine
„Handreichung zur Dokumentation des Arbeits- und Sozialverhaltens“
veröffentlicht. Die dort enthaltenen Informationen bringen auch für
Eltern mehr Klarheit über diesen Beurteilungsbereich. Die
Handreichung steht daher hier für Sie zum Download bereit.
Wir freuen uns über Ihre Kritik und Ihre Anregungen aus Elternsicht
zu dieser Handreichung und geben diese gern an das Schulministerium
weiter.
04.
05. 07
Wie ist es um die Schulverpflegung an den Gymnasien bestellt?
Bitte beteiligen auch
Sie sich an der Umfrage der LE
Die Landeselternschaft plant einen Ratgeber zur Schulverpflegung. Er
soll für Sie Informationen und Anregungen rund um das (gesunde)
Essensangebot in der Schule zusammenfassen. Neben den rechtlichen
und ökonomischen Aspekten eines Essensangebotes an den Schulen
sollen unterschiedliche Verpflegungskonzepte dargestellt und deren
Vor- und Nachteile sowie deren praktische Umsetzbarkeit erörtert
werden. Basis für unseren Ratgeber soll das Ergebnis einer
Mitgliederbefragung sein.
Der Fachausschuss „Gesundheit und Jugendschutz“ hat einen Fragebogen
zur Schulverpflegung konzipiert. Dieser wurde bereits auf der
Mitgliederversammlung am 28. April 2007 verteilt. Um allen
Mitgliedsgymnasien die Möglichkeit zu geben, sich an unserer
Befragung zu beteiligen, sind die Fragen auch in unserem
Mitteilungsblatt 187 abgedruckt, das zurzeit an die Schulen versandt
wird, und stehen außerdem
hier für Sie zum Download bereit.
Auch wenn die Verpflegung der Schüler an Ihre Schule vielleicht noch
ein ungelöstes Problem ist, hilft uns jeder zurückgesandte Bogen
weiter
- zur Dokumentation des Ist-Zustandes
- für die Erarbeitung unseres Ratgeber zur Schulverpflegung und
Weitergabe praxiserprobter Modelle und
- zur Vorbereitung unserer Herbst-Mitgliederversammlung, auf der wir
dieses Thema aufgreifen möchten.
Wir bitten Sie: Füllen Sie diesen Fragebogen unbedingt aus und
senden Sie diesen bis zum 10. August 2007 an die Geschäftsstelle!
26. 05. 2007
Infos für Sextaner-Eltern
Der Versand unseres
Sonderdruckes hat kurz vor Pfingsten begonnen
Auf Wunsch vieler Schulen haben wir
unsere Informationsschrift für die Eltern der jüngsten Gymnasiasten
in diesem Jahr bereits vor den Sommerferien allen Mitgliedsgymnasien
zugesandt.
Wir haben in die Schrift die veränderten
Bestimmungen der Erprobungsstufe, wie sie Schulgesetz sowie
Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sek. I ab dem 1. August
2007 vorschreiben, eingearbeitet. Neu sind insbesondere die Aussagen
zu den Kern- und Ergänzungsstunden, Kopfnoten und Fehlzeiten auf den
Zeugnissen, zur individuellen Förderung und zum sog.
"Fünf-Tage-Erlass".
Bitte fragen Sie in den Gymnasien Ihren
Kinder nach, ob der Sonderdruck eingetroffen ist.
Wir wünschen den Sextanern des
Schuljahres 2007/2008 eine erfolgreiche Schullaufbahn am Gymnasium
und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihren Eltern.
16. 05. 2007
Landeselternschaft wird gehört
Anhörung im Landtag
zur Stundentafel und zur Größe der Eingangsklassen am Gymnasium
"Als Elternvertreter befürworten wir mit
Nachdruck die Erhöhung des Stundenvolumens für alle Schulformen", führte Gabriela Custodis in ihrem mündlichen Statement während der
Anhörung im Landtagsausschuss für Schule und Weiterbildung aus.
"Über viele Jahre haben wir uns für mehr Unterrichtsstunden und für
die tatsächliche Erteilung dieser Unterrichtsstunden und gegen den
massiven Unterrichtsausfall eingesetzt. Jetzt könnte mit der
Erhöhung der Stundenzahl und mit erheblich mehr Lehrern an allen
weiterführenden Schulen individuelle Förderung ermöglicht werden,
die besonders leistungsschwächere Schüler benötigen."
"Dennoch erreichen uns Klagen", fuhr die Vorsitzende fort, "dass die Erhöhung der Stundenzahl im
Rahmen der Kontingentstundentafel in vielen Schulen nach Beschluss
der Schulkonferenz nicht sinnvoll verteilt wird, sondern schon in
den Klassen 5 und 6 bis zu 33 Stunden erteilt werden - und das ohne
ausreichende Pause und ohne Verpflegung. Lösungen könnten die
Wiedereinführung des Unterrichts am Samstag sein oder die als Modell
schon praktizierte Flexibilisierung der Lehrerarbeitszeit oder die
Aufsicht durch andere Personen.
Aus unserer Sicht wäre es sinnvoll, dass eine Wochenstundenzahl von
30 Unterrichtsstunden für die Schüler der Erprobungsstufe ohne eine
andere Rhythmisierung des Tages nicht wesentlich überschritten wird.
Die Landeselternschaft begrüßt außerdem,
dass die Bandbreite in den Klassen 5 des Gymnasiums in der Regel nur
noch um bis zu zwei Schüler überschritten werden darf. Klassengrößen
von 35 Schülern in den Eingangsklassen des Gymnasiums sind vor allem
im Hinblick auf die Einführung der achtjährigen Gymnasialschulzeit
und den damit einhergehenden erhöhten Anforderungen nicht
vertretbar."
12.
05. 2007
Eltern überreichen
Resolution und Unterschriften zum doppelten Abiturjahrgang Ministerin Sommer
Das Jahr 2013
kommt schneller als man denkt. Dies ist das Jahr, in dem in NRW zwei
Abiturientenjahrgänge auf Hochschulen und Ausbildungsmarkt drängen.
Bereits heute müssen die Weichen gestellt werden, damit dem
Abiturientenhoch auch später ein Absolventenhoch folgt. Dies ist die
Kernforderung unserer
Resolution, die einstimmig auf unserer Mitgliederversammlung am
28. April in Dortmund verabschiedet wurde. Damit wird die Resolution
von den Elternschaften von 570 Gymnasien getragen. Dahinter stehen
also mehr als 600.000 Eltern. Gabriela Custodis übergab Ministerin
Sommer persönlich am 9. Mai 2007die Forderungen der Eltern.
Darüber
hinaus hatten viele Mitglieds-gymnasien Unterschriften gesammelt, um
auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Darunter waren u. a. die
Initiative des St. Ursula Gymnasiums Brühl, die
Stadtschulpflegschaft Neuss, das Geschwister-Scholl-Gymnasium
Pullheim, das ev. Gymnasium Meinerzhagen, das Aggertal-Gymnasium
Engelskirchen. Auf Initiative der Landeselternschaft der Gymnasien
konnten ebenfalls am 9. Mai Eltervertreter aus diesen Gymnasien
Ministerin Sommer die insgesamt 30.000 Unterschriften persönlich
übergeben.
Am
Montag, dem 21. Mai 2007, wird die Landeseltern-schaft die
Interessen ihrer Mitglieder in einem gemeinsamen Gespräch mit den
Repräsentanten des Schul-, Wissenschafts- und Arbeitsministeriums
unmissverständlich vortragen.
Weitere
Informa-tionen zum Doppelten Abiturientenjahrgang finden auf dieser
Seite unter dem Eintrag vom 28. April
2007 und auf der Seite „Suchen“ unter dem Stichwort „Doppelter
Abiturientenjahrgang“.
02. 05. 2007
Sonderdruck "Die gymnasiale Oberstufe" überarbeitet
Wir haben
unseren Sonderdruck "Die gymnasiale Oberstufe" überarbeitet. Neben
Erklärungen zu den zahlreichen ineinander greifenden Regelungen der
Oberstufe und Hinweisen auf wesentliche Bestimmungen sprechen wir
hier auch Empfehlungen aus Elternsicht aus. Diese sind deutlich von
den Sachinformationen abgehoben.
Der Sonderdruck
ist zur Frühjahrs-Mitgliederversammlung erschienen und kann ab
sofort in der Geschäftsstelle von den Eltern unserer
Mitgliedsgymnasien kostenfrei bestellt werden.
28. 04. 2007
Doppelter Abiturientenjahrgang 2013 - Eltern drängen auf Lösungen
Landeselternschaft tritt aus dem Bundeselternrat aus
„Aufregende Tage und Wochen liegen hinter den jüngeren und älteren
Schülern“ begrüßte die Vorsitzende Gabriela Custodis in ihrer
Rede
die Eltern und Gäste der Frühjahrs-Mitgliederversammlung am letzten
Samstag im Kongress-Zentrum Westfalenhallen in Dortmund. „Wir als
Eltern begleiteten und unterstützten die Schüler zum 1. Mal bei den
Klausuren des Zentralabiturs und beim Prognoseunterricht. Im Mai
folgen für die mittleren Jahrgänge noch die Lernstandserhebungen und
die Prüfungen am Ende der Stufe 10. Letztere lehnen wir nach wie vor
ab.“
Mit Blick auf die Terminierung der Versammlung war das Motto
„Leistung zwischen Lust und Last“ gewählt worden. Mit dem brillant
formulierten und kurzweilig vorgetragenen Referat von Prof. Dr.
Volker Ladenthin über den Beitrag der „Leistungsmessung im Hinblick
auf die Bildung“, dem Vortrag von Marietrud Schreven,
Schulministerium, zur Reform der gymnasialen Oberstufe sowie der
Eröffnungsrede der Vorsitzenden und der Abstimmung über Resolution,
Antrag und Wahlvorschlag bot diese Veranstaltung erneut eine
ausgewogene Mischung aus Anregungen aus der Wissenschaft,
bildungspolitischer Positionierung und Sachinformationen.
Der Vorstand dankt herzlich den beiden Referenten, die maßgeblich
zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.
Resolution zum doppelten
Abiturientenjahrgang 2013
Einstimmig verabschiedeten am 28. April 2007 die über 300 Teilnehmer
der Frühjahrs-Mitgliederversammlung in Dortmund eine
Resolution des
Verbandes zum doppelten Abiturientenjahrgang. „Dieses Thema
beunruhigt viele Eltern, dies zeigen die zahlreichen Anrufe bei
uns“, leitete Gabriela Custodis die Abstimmung ein. „Wir als
Landeselternschaft haben viele Gespräche geführt, um ein genaues
Bild der Sachlage zu erhalten und Eltern zu informieren. Viel wurde
auch von Eltern vor Ort unternommen, um auf dieses Thema aufmerksam
zu machen - insbesondere von der Initiative des Gymnasiums St.
Ursula Brühl mit rund 30.000 gesammelten Unterschriften.“
Die
Elternversammlung in Dortmund forderte u. a.:
-
Die
Bereitstellung einer soliden Datenbasis
-
Die
Ausweitung der Kapazitäten von Studien- und Ausbildungsplätzen
entsprechend dem Bedarf
-
Die
Fortschreibung des Hochschulpaktes bis 2020
-
Den
Ausgleich der finanziellen Aufwendungen der Eltern für ein
auswärtiges Studium durch Berücksichtigung beim BAföG, bei den
Studiengebühren und durch Steuererleichterungen
-
Eine
Konzertierte Aktion aller beteiligten Gruppen aus Politik und
Gesellschaft, wie Hochschulen, Kultusministerkonferenz,
Arbeitgebern, Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern und
Industrieverbänden sowie Elternverbänden
Austritt aus dem Bundeselternrat
Nach einer kurzen Diskussion
entschied die Mitgliederversammlung mit 7 Gegenstimmen und 18
Enthaltungen den Austritt aus dem Bundeselternrat (BER). „Nachdem im
November 2006 die Elternschaften der Gymnasien in NRW beschlossen,
die Mitgliedschaft im BER ruhen zu lassen, lassen sich in der
Ausrichtung und der Arbeitsweise keine Änderungen erkennen“,
begründete Gabriela Custodis den Antrag des Vorstandes.
„Laut eigener Satzung ist der BER eine überparteiliche
Arbeitsgemeinschaft, deren einzige Aufgabe der Erfahrungs- und
Informationsaustausch der Elternvertretungen untereinander ist“, so
die Vorsitzende. „Zu seinen Aufgaben gehört nicht die
Alleinvertretung der Eltern in der Öffentlichkeit mit Resolutionen
und Pressemitteilungen - schon gar nicht mit solchen, die nicht von
allen Landesvertretungen getragen werden. Mindermeinungen wurden
grundsätzlich nicht erwähnt. Für unseren Verband sah dies in der
Öffentlichkeit so aus, als ob er bundesweit andere Bildungsziele
verfolge als in der Landespolitik. Wir können als
Gymnasialelternverband nicht Forderungen unterstützen, die unseren
Satzungszielen widersprechen. Außerdem bindet diese
Auseinandersetzung Kräfte, die wir dringender bei uns im Land zur
Vertretung der Interessen unserer Schüler brauchen.“
Weitere Gründe für den Austritt finden Sie auf der Startseite
unserer Homepage unter Archiv 2006, Einträge von 8. und 11. November
2006.
Vorstandswahlen
Andreas Pfützenreuter, Vorsitzender des Fachausschusses
„Privatschulen“ und bisheriges geschäftsführendes Vorstandsmitglied
wurde einstimmig bei drei Enthaltungen zum stellvertretenden
Vorsitzenden der Landeselternschaft gewählt.
6. 03. 2007
Fehlzeiten auf den Abi–Zeugnissen
Entwarnung für die Abiturienten 2007
Das Schulgesetz sieht grundsätzlich Aussagen über entschuldigte und
unentschuldigte Fehlzeiten auf allen Zeugnissen vor, lässt aber
abweichende Regelungen in den Ausbildungs- und Prüfungsordnungen zu.
Davon macht die Ministerin zugunsten der Abiturienten dieses Jahres
Gebrauch. Im Interesse des Vertrauensschutzes der bereits in der
Qualifikationsphase befindlichen Schüler wird auf Angaben zu
Fehlzeiten auf Abschluss- und Abgangszeugnissen verzichtet. Für alle
anderen ist mit Wirkung von 1. 8. 2007 in der zweijährigen
Qualifikationsphase die Aufnahme von Angaben zu unentschuldigten
Fehlzeiten in Abschluss- und Abgangszeugnissen vorgesehen, im Abitur
also erstmals 2008.
Die Landeselternschaft der Gymnasien hatte nicht geringen Anteil an
der Entschärfung dieser Regelung mit dem Vortragen des Argumentes,
dass man nicht rückwirkend Fehlverhalten dokumentieren sollte.
Spielregeln müssen vorher bekannt sein.
Wir möchten alle Schulleiter und Lehrer eindringlich bitten, die
Schüler - insbesondere den Abiturjahrgang 2008 - sobald wie möglich
über die Bestimmungen zu informieren.
Die Position der LE zur Wiedereinführung
der Kopfnoten gibt unsere
Pressemitteilung wieder.
1. 03. 2007
Mitteilungsblatt 186 erschienen
Ein breit gefächertes Spektrum an Informationen für Sie
Als besonderen Service enthält dieses Mittelungsblatt ein „Schulgesetz-ABC“,
das Ihnen einen einfachen Überblick über die veränderten Regelungen
des novellierten Schulgesetzes ermöglicht.
Das Heft gibt außerdem mit dem Abdruck des Vortrages von Dr. Habeck,
„Chefschulinspektor“ in NRW, Eltern umfassende Auskünfte über Ziele
und Ablauf der Qualitätsanalyse. Darüber hinaus informiert es, wie
Sponsoring sinnvoll mit dem Bildungs- und Erziehungsauftrag des
Gymnasiums verbunden werden kann und gibt Anregungen, wie Sponsoren
gewonnen werden können.
Mit der Rede der Vorsitzenden Gabriela Custodis auf der
Herbst-Mitgliederversammlung, der Veröffentlichung der
Stellungnahmen der LE sowie unseren Schlussfolgerungen zu den
Ergebnissen unserer Umfrage zum Probelauf des Zentralabiturs nimmt
auch in diesem Heft die Position der LE zu aktuellen bildungs- und
schulpolitischen Themen einen breiten Raum ein.
Der Text der vorletzten Seite des Heftes ist leider bei der
Drucklegung in ein Puzzle verwandelt worden. Dieses zu entwirren,
bereitet unserer Leserschaft sicher keine Probleme. Dennoch stellen
wir des Rätsels Lösung als
vollständige Seite für Sie auf unsere Homepage.
29. 01. 2007
Ceterum censeo
Da unsere Ablehnung zu den Abschlussprüfungen am Ende der Klasse 10
am Gymnasium noch immer nicht zur Abschaffung dieser überflüssigen
Prüfung nur für die nächsten drei Jahre geführt hat, wandte sich der
Vorstand der Landeselternschaft vor der Abstimmung des Landtages
über die Verordnung nochmals
an alle
Landtagsabgeordneten aller Fraktionen.
24. 01. 2007
Zwei Jahre Aktionsbündnis Schule: Zukunftsmodell einer
Bildungspartnerschaft
Das Aktionsbündnis Schule feiert sein 2-jähriges Bestehen. Am 25.
Januar 2005 schlossen sich 16 schul- und hochschulpolitische
Organisationen zusammen, darunter allein 5 Elternorganisationen
sowie 5 Lehrerverbände – eine gelungene Kooperation, die immer noch
mit erstaunlicher Geschlossenheit auftritt. Sie ist vielleicht so
etwas wie ein Zukunftsmodell einer gelebten Bildungspartnerschaft!
Der Unmut und die Verärgerung über die Absichten der damaligen
Landesregierung führten zu diesem Zusammenschluss. Alle Beteiligten
waren sich darin einig, nicht zuzulassen, dass die Schulformstruktur
ausgehöhlt wird und eine schulformübergreifend arbeitende
Schulaufsicht die Schulqualität in Nordrhein-Westfalen nachhaltig
beschädigt. Die derzeitigen Diskussionen in den heutigen
Oppositionsparteien machen deutlich, dass dieses Thema aktueller
denn je ist.
Der Einsatz hat sich gelohnt
Die Bilanz des Bündnisses ist beachtlich. Die Pläne der
Rot-Grünen-Landesregierung wurden vereitelt. Während des
Landtagswahlkampfes 2005 fanden ca. 50 Aktionen, Demonstrationen und
Podiumsdiskussionen unter Mitwirkung von Teilnehmern des
Aktionsbündnisses Schule statt. Eine Folge davon war, dass
Schulpolitik zu einem zentralen Wahlkampfthema wurde. Es war
beispielsweise bemerkenswert zu erleben, wie dank einer lebhaften
und intensiven Aufklärungsarbeit die Unterstützung für eine
schulformbezogene Schulaufsicht stetig zunahm.
Das Aktionsbündnis arbeitet deshalb so effektiv, weil alle
Teilnehmer Schulqualitätsfragen ins Zentrum ihrer schulpolitischen
Beurteilung stellen. Orientierung sämtlicher Veränderungen sind für
uns nicht ideologietheoretische Fragen, sondern schulpraktische
Antworten, die der Verbesserung der Schülerleistungen und damit dem
Wohl und den Zukunftschancen der Kinder dienen.
Wir streiten weiter für der Erhalt der Schulvielfalt
Es bleibt aber unsere Aufgabe, auch weiterhin darauf zu achten, dass
in der konkreten Umsetzung des Schulgesetzes Schulformvielfalt
gewährleistet bleibt. Reformaktionismus und ein „Kurzzeitgedächtnis“
führen in der Schulpolitik dazu, dass nichts automatisch auf Dauer
gesichert ist. Auch wenn die schulformbezogene Aufsicht im Gesetz
festgeschrieben ist, so droht der traditionellen Schulaufsicht nicht
zuletzt wegen der Umsetzung von Personal in die Qualitätsagenturen
eine personelle Ausdünnung. Zudem führen Aufgabenverlagerungen und –übertragungen
auf die Eigenverantwortliche Schule zu einem neuen Rollenverständnis
der originären Aufsicht.
Vor wenigen Wochen hat das Aktionsbündnis seine Erwartungen zur
Reform der Lehrerausbildung formuliert. Konstruktiv – kritisch
werden wir nach wie vor die Eckdaten der Schulpolitik beurteilen,
das Machbare herausstellen und uns für das Notwendige stark machen.
Die positiven Erfahrungen und konkreten Erfolge provozieren uns
geradezu, weiterhin für ein gutes Schulsystem zu streiten. Die
zurückliegenden zwei Jahre machen Mut. Aber sie verpflichten auch!
Für das Aktionsbündnis Schule
Peter Silbernagel
Vorsitzender des Philologenverbandes NRW
20. 01. 2007
Ergebnisse der Lernstandserhebungen 2005/2006
Ministerin Sommer zeichnete die erfolgreichsten Schulen aus
Alle neunten Klassen des Landes hatten an den Lernstandserhebungen
im November 2005 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik
verpflichtend teilgenommen. Beteiligt waren rund 200.000 Schüler in
rund 2100 Schulen. Die erfolgreichsten zwei Prozent jeder Schulform
wurden am 18. Januar 2007 in jedem der drei Fächer ausgezeichnet.
Mit dieser Auszeichnung würdigte Schulministerin Barbara Sommer
beachtenswerte Leistungen von Schülern und die engagierte Arbeit von
Lehrkräften
(Informationen zur Auszeichnung).
Die Liste der ausgezeichneten Gymnasien finden Sie
hier.
Weitere Informationen, Testaufgaben und die landesweiten Ergebnisse
der Lernstandserhebungen stehen auch unter:
www.learn-line.nrw.de/angebote/lernstand8/
>> Archiv 2006
>> Archiv 2005