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Die Landeselternschaft der Gymnasien in NRW begrüßt die vom Ministerium für Schule und Bildung NRW vorgestellten klaren Handyregeln an nordrhein-westfälischen Schulen ausdrücklich. Die nahezu flächendeckende Umsetzung verbindlicher Regelungen zeigt, dass Schulen, Schulträger und Politik die Herausforderungen der digitalen Mediennutzung im Schulalltag ernst nehmen.

Bestätigt wird dieser Weg auch durch die Handy-Umfrage 2025 der Landeselternschaft, an der sich über 12.000 Eltern aus ganz Nordrhein-Westfalen beteiligt haben. Eine deutliche Mehrheit der Eltern spricht sich für klare, verbindliche und konsequent umgesetzte Regeln zur privaten Handynutzung im Schulalltag aus.

„Unsere Umfrage zeigt sehr klar: Eltern wünschen sich Orientierung, Verlässlichkeit und Schutz für ihre Kinder“, erklärt Dr. Oliver Ziehm, Vorsitzender der Landeselternschaft der Gymnasien in NRW. „Dass die Schulen nun nahezu flächendeckend verbindliche Handyregelungen eingeführt haben, vermittelt vielen Eltern das wichtige Gefühl, gesehen und ernst genommen zu werden.“

Schutz, Ruhe und soziale Kompetenz im Schulalltag stärken

Viele Eltern verbinden klare Handyregeln insbesondere mit dem Schutz der Schülerinnen und Schüler – vor Ablenkung, sozialem Druck, Cybermobbing und belastenden Inhalten. Dort, wo Regelungen bereits greifen, berichten Eltern von positiven Effekten: weniger Ablenkung im Unterricht, mehr Bewegung und direkte Interaktion in den Pausen sowie ein verbessertes Klassenklima. Ziehm macht deutlich: „In den 5-Minuten-Pausen unterhalten sich die Kinder wieder, anstatt Ihre E-Mails und Chats zu checken.“

„Schule muss ein Ort sein, an dem Lernen, Begegnung und soziales Miteinander im Mittelpunkt stehen“, so Dr. Ziehm weiter. „Klare Handyregeln fördern nicht nur Ruhe, sondern auch die Entwicklung sozialer Kompetenzen – insbesondere in der Erprobungs- und Mittelstufe.“

Elternfortbildung als Schlüssel: Angebote der LE Gym

Gleichzeitig macht die Umfrage deutlich: Regeln allein reichen nicht aus. Viele Eltern wünschen sich mehr Unterstützung und Orientierung im Umgang mit digitalen Medien. Genau hier setzt die LE Gym an: So bietet sie seit geraumer Zeit spezielle Online-Elternabende zur Mediennutzung, zu sozialen Netzwerken, Bildschirmzeit, Cybermobbing und digitalen Risiken an. Diese Fortbildungsangebote werden in Kooperation mit der Landesanstalt für Medien NRW durchgeführt und richten sich gezielt an Eltern von Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen.

„Medienerziehung ist eine gemeinsame Aufgabe von Schule und Elternhaus“, betont Dr. Ziehm. „Mit unseren Online-Elternabenden wollen wir Eltern befähigen, ihre Kinder kompetent, informiert und dialogorientiert zu begleiten – nicht belehrend, sondern partnerschaftlich.“

Gemeinsam digitale Lebenswelten begleiten

Die Landeselternschaft ermutigt Eltern ausdrücklich, sich aktiv mit den digitalen Lebenswelten ihrer Kinder auseinanderzusetzen: soziale Medien gemeinsam zu erkunden, Risiken zu thematisieren und klare Absprachen zu treffen – etwa mithilfe von Medien- oder Handynutzungsverträgen: (https://www.mediennutzungsvertrag.de/ )

„Kinder brauchen klare Grenzen, aber ebenso Erwachsene, die ihnen erklären, warum diese Grenzen sinnvoll sind“, so Dr. Ziehm weiter. „Aufklärung, Vorbilder und gemeinsames Lernen sind entscheidend.“

Pressekontakt:

Susanne Dreyer M.A.: presse@le-gymnasien-nrw.de , Tel.: 0211 17 11 885