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LE Gym NRW fordert Schul- und Innenministerium zu gemeinsamer Aufklärung vor dem 31. Oktober auf

 Die Landeselternschaft der Gymnasien in Nordrhein-Westfalen fordert das Schul- und das Innenministerium auf, vor den angekündigten Protesten unter dem Motto „Gen Z regelt“ am 31. Oktober 2026 die Organisatoren und mögliche Gefahren für minderjährige Teilnehmende zu klären. Eltern, Schulen und Jugendliche brauchen rechtzeitig verlässliche Informationen darüber, wer die Veranstaltungen verantwortet und wie friedlicher Protest gewährleistet werden soll.

„Junge Menschen haben das Recht, ihre Meinung zu äußern und friedlich für bessere Schulen und ihre Zukunft zu demonstrieren. Dieses Engagement verdient Gehör. Sie dürfen aber nicht für die politischen Ziele anderer instrumentalisiert oder in gewaltsame Auseinandersetzungen hineingezogen werden“, erklärt Dr. Oliver Ziehm, Vorsitzender der LE Gym NRW. „Gerade an Halloween können sich gewaltbereite Personen hinter Masken und Verkleidungen verstecken und ungesehen Chaos und Gewalt verbreiten.“

LE Gym fordert Aufkärung

Die öffentliche Darstellung (z.B. von „GenZregelt“) der Proteste wirft Fragen auf: Während die offizielle Website recht harmlos in erster Linie Schülerthemen adressiert und sich ausdrücklich von Gewalt und Extremismus distanziert, finden sich unter demselben Namen in anderen Sozialen Medien Beiträge, in denen Schülerthemen gar keine Rolle mehr spielen, stattdessen wird aber für verbotene Vermummung durch Verkleidung und Gewalt geworben.

Bei den jüngsten Schulprotesten in Berlin waren nach Polizeiangaben auch schulfremde Personen aus linksextremistischen Kreisen beteiligt. Aus Sicht der LE Gym NRW muss geklärt werden, welche Gruppen unter demselben Motto auftreten und wer vor Ort Verantwortung übernimmt.

„Man kann den Eindruck gewinnen, dass unsere Kinder als friedliche Demonstranten und im Rahmen der Halloween-Feierlichkeiten als Ablenkungsmanöver und menschliche, verkleidete Schutzschilder missbraucht werden, damit gewaltbereite Extremisten unseren Rechtsstaat nach französischem Vorbild durch Chaos, Gewalt und Zerstörung auf die Probe stellen können. Wir erwarten von den zuständigen Ministerien eine abgestimmte Einschätzung: Welche Erkenntnisse liegen über die Veranstalter vor? Gibt es Hinweise auf gewaltbereite Gruppen? Und wie werden Kinder und Jugendliche geschützt?“, so Ziehm.

Die LE Gym NRW fordert die Veranstalter auf, ihre organisatorischen Verbindungen offenzulegen, erreichbare Verantwortliche zu benennen und Gewaltaufrufen konsequent entgegenzutreten. Minderjährige dürfen weder zur Abschirmung gewaltbereiter Personen benutzt noch bewusst gefährlichen Situationen ausgesetzt werden.

Appell an Familien 

Zugleich appelliert der Elternverband an Familien, vor einer Teilnahme gemeinsam Veranstalter, Ziele und Rahmenbedingungen zu prüfen. Ein Aufruf in sozialen Medien ersetzt keine verlässliche Information. Bei Gewaltaufrufen oder beginnenden Ausschreitungen sollten Jugendliche Abstand halten und die Situation verlassen. Gewalt und Vandalismus schaden auch den Anliegen der Protestierenden. „Wer Schulen, öffentliche Einrichtungen oder andere Infrastruktur beschädigt, schafft zusätzliche Kosten. Geld, das für die Beseitigung solcher Schäden aufgewendet werden muss, steht für andere dringende Aufgaben nicht zur Verfügung. Zerstörung verbessert keine Lernbedingungen“, betont Ziehm.

„Wir wollen, dass junge Menschen sich einmischen und demokratische Beteiligung erleben wie zuletzt bei den friedlichen Protesten der „Bildungswende jetzt!“ Dafür brauchen sie aber transparente Veranstalter, friedliche Protestformen und Erwachsene, die Verantwortung für ihren Schutz übernehmen.“