Aktuelles - Archiv - 2005


19.12.2005

Schulministerium empfängt Landeselternschaft der Gymnasien zum Gespräch

In einem persönlichen Gespräch mit Ministerin Sommer und Staatssekretär
Winands konnte die Landeselternschaft der Gymnasien heute alle bei ihr
bislang eingegangenen Fragen und Statements der Mitglieder überreichen, deren Entgegennahme beim Besuch der Ministerin auf der letzten
Mitgliederversammlung aus Termingründen unterbleiben musste.

Gleichzeitig konnte das Gespräch genutzt werden, um die inzwischen
vorliegenden Eckpunkte (Teil I, Teil II und Teil III) zur Novellierung des Schulgesetzes kritisch zu hinterfragen. Dabei wurde unter Bezugnahme auf das Positionspapier der Landeselternschaft zu den geplanten Abschlussprüfungen am Ende der Stufe 10 deutlich gemacht, dass Qualitätsüberprüfungen zu diesem Zeitpunkt auch am Gymnasium durchaus befürwortet werden. Abgelehnt werden sie von der Landeselternschaft allerdings, wenn sie als schulformübergreifende Abschlussprüfungen am Gymnasium durchgeführt werden sollen.

Die Landeselternschaft begrüßt die erfolgreichen Anstrengungen des
Schulministeriums und die bereits getroffenen und weiterhin geplanten
Maßnahmen zur Verringerung des Unterrichtsausfalls insbesondere durch
Schaffung zusätzlicher Stellen, gerade auch im Bereich des Gymnasiums.

Das Gespräch gab auch Gelegenheit, zur Vermeidung von Missverständnissen auf die bei Eltern entstandenen Irritationen im Rahmen der vom Ministerium geplanten Neuregelung des Übergangs von der Grundschule zum Gymnasium aufmerksam zu machen. Schulministerin Sommer machte nochmals deutlich, dass die von Eltern kritisierte Einschränkung ihres nach wie vor garantierten Erziehungsrechtes bei der Wahl der Schulform für ihre Kinder ausschließlich bei offensichtlich ungeeigneten Schülern zum Tragen kommen solle. Zum Ausgleich sollen künftig aber die Möglichkeiten eines späteren dem individuellen Leistungsvermögen entsprechenden Wechsels zum Gymnasium nach jedem Schuljahr deutlich erweitert werden.

 

14.12.2005

Schulministerium übermittelt Eckpunktepapier zur Novellierung des Schulgesetzes

Mit Mail vom heutigen Tage hat das Schulministerium der Landeselternschaft der Gymnasien das gestern von Ministerpräsident Dr. Rüttgers und Schulministerin Sommer vorgestellte Eckpunktepapier (Teil I, Teil II und Teil III) zur Novellierung des Schulgesetzes als Grundlage für die Erarbeitung eines Referentenentwurfs und die Anhörung der Verbände erstmals zur Kenntnisnahme übermittelt. Der Vorstand bedauert, dass Schulministerin Sommer die Landeselternschaft der Gymnasien in diese Überlegungen nicht von Anfang an einbezogen hat und erst für den 19.12.2005 zu einem persönlichen Einzelgespräch eingeladen hat, in dem Gelegenheit zu kritischen Anmerkungen im Interesse unserer Mitglieder besteht.

 

06.12.2005

Einigkeit unter Eltern und Lehrern im Aktionsbündnis Schule

Mit einer Pressemitteilung vom heutigen Tage hat das Aktionsbündnis Schule, dem auch die Landeselternschaft der Gymnasien in NRW angehört, seine Skepsis gegenüber der bereits jetzt entstandenen Verzögerung der Novellierung des Schulgesetzes durch das Schulministerium zum Ausdruck gebracht. Vermisst werden sowohl eine klar erkennbare Gesamtkonzeption als auch eine hinreichende Dialogkultur.

Das Aktionsbündnis Schule weist in diesem Zusammenhang unmissverständlich darauf hin, dass zentrale Leistungsüberprüfungen, die mit der Vergabe von Abschlüssen gekoppelt sind, ausschließlich am Ende eines Bildungsganges erfolgen dürfen und hat damit den für das Gymnasium derzeit vom Schulministerium geplanten Abschlussprüfungen am Ende der Klasse 10 eine klare Absage erteilt. Die Landeselternschaft der Gymnasien hat zu den Plänen des Schulministeriums in ihrem Positionspapier mit detaillierter Begründung ablehnend Stellung bezogen.

 

22.11.2005

Landeselternschaft der Gymnasien meldet Protest an

Mit einer Pressemitteilung vom heutigen Tage und einer Mail an alle Schulen in NRW hat das Schulministerium mitgeteilt, dass ab Schuljahr 2006/2007 an den dann stattfindenden Leistungsüberprüfungen, die dem Anforderungsniveau des mittleren Schulabschlusses (Fachoberschulreife) entsprechen, alle Schüler der Hauptschulen Klasse 10 Typ B sowie der Realschulen und Gymnasien und die Schüler der Gesamtschulen mit einem Erweiterungskurs im jeweiligen Fach teilnehmen.

Eine Festlegung in dieser Art und Weise im Vorfeld eines noch nicht vorliegenden konkreten Novellierungsvorschlages zum Schulgesetz und noch vor einer Verbändebeteiligung verkennt in eklatanter Weise den eigenständigen durchgehenden Bildungsgang der Schulform Gymnasium und wird von der Landeselternschaft der Gymnasien ganz entschieden abgelehnt.

Die Landeselternschaft der Gymnasien unterstützt jede Bestrebung, Qualitätsverbesserungen auch am Gymnasium in geeigneter Weise zu erreichen, widerspricht aber mit Nachdruck einer schulformübergreifenden zusätzlichen Abschlussprüfung in ihrer Schulform.

Auch wenn das jetzt vom Schulministerium vorgegebene Verfahren nicht ausdrücklich "Abschlussprüfung" genannt wird, ist es mit den Vorgaben und Vorstellungen der früheren rot-grünen Landesregierung zu zentralen Abschlussprüfungen am Ende der Jahrgangsstufe 10 völlig identisch und wird dem von der neuen Regierung versprochenen Erhalt und der Verbesserung des gegliederten Schulsystems nicht gerecht. Zusätzliche zentrale Abschlussprüfungen innerhalb des Bildungsganges Gymnasium hat die Landeselternschaft der Gymnasien für ihre Schulform immer abgelehnt und wird dies auch weiterhin tun. Qualitätsverbesserungen und Qualitätskontrollen ließen sich ohne weiteres in einer dem gymnasialen Bildungsgang angemessenen Weise erreichen.

Die Landeselternschaft der Gymnasien wird sich in dieser Frage im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Verbändebeteiligung und im parlamentarischen Anhörungsverfahren im Interesse der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrer der Gymnasien unmissverständlich äußern und eigene Vorschläge unterbreiten. Ein Positionspapier ist erstellt.

 

12.11.2005 

Herbst-Mitgliederversammlung

Im bis auf den letzten Platz besetzten Goldsaal des Kongresszentrums Westfalenhallen in Dortmund stellte Schulministerin Barbara Sommer vor über 530 Teilnehmern die Eckpunkte der künftigen Bildungspolitik in NRW vor und beantwortete Fragen des Auditoriums. Weitere Fragen, die wegen der Vielzahl aus Zeitgründen nicht mehr gestellt werden konnten, werden bei schriftlicher Übermittlung an unsere Geschäftsstelle von dort aus gerne an das Schulministerium weitergeleitet.

Der Nachmittag der Veranstaltung war dem Themenschwerpunkt "Stärkung des naturwissenschaftlichen Unterrichts am Gymnasium" gewidmet. Die Landesinitiative "Zukunft durch Technik" des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, koordiniert von der Firma Zenit GmbH in Mülheim/Ruhr, das Werner-Heisenberg-Gymnasium Leverkusen und das Städtische Meerbusch-Gymnasium erhielten Gelegenheit zur Vorstellung ihrer vorbildlichen Konzeptionen in diesem Bereich.

Außerdem wurde unter dem Stichwort "Hilfe zum Lernen" ein am Nelly-Sachs-Gymnasium Neuss verwirklichtes Förderbeispiel der "Teleschule" präsentiert.

Der neu erschienene von der Vorsitzenden unseres Ausschusses "Gesundheit und Jugendschutz", Dr. Ulla Wilke-Birkenhauer, verfasste Ratgeber "Suchtprävention in der Schule" und eine Mustersatzung zur Gründung von Stadtschulpflegschaften rundeten das Veranstaltungsangebot ab.

 

31.10.2005 

PISA: 2. Bundesländer-Vergleich

Die Landeselternschaft der Gymnasien hat heute in Anbetracht der bevorstehenden Bekanntgabe der Ergebnisse des 2. PISA-Bundesländer-Vergleichs gegenüber dem WDR-Fernsehen und in einer Presseerklärung betont, dass die Arche Schule schnellstens wieder flott gemacht werden muss. Dies muss allen Beteiligten, d.h. Eltern, Schülern, Lehrern, Verwaltung und Politik eine echte persönliche und gemeinsame Verpflichtung sein.

Dies bedeutet für alle verbindlich, dass bestimmte schulische Veranstaltungen (und dazu gehören eben auch Elternsprechtage und diverse Fortbildungen) nur noch außerhalb der Unterrichtszeit stattfinden. So gibt es bereits das noch von der früheren Landesregierung beschlossene neue Schulgesetz vor. Gerade vor diesem Hintergrund unterstützt die Landeselternschaft die konsequente Fortführung und Präzisierung dieser Linie durch die neue Landesregierung. Vermeidbarer und vor allem absehbarer Unterrichtsausfall muss drastisch reduziert werden, insbesondere auch zur Chancenverbesserung benachteiligter Schüler. Insoweit muss der jetzt von einzelnen Lehrerverbänden geäußerten Behauptung angeblicher Ungerechtigkeit dieser vom Schulministerium folgerichtig angekündigten Maßnahmen von Elternseite widersprochen werden. Es bedarf zur erfolgreichen Gesundung neben dem erforderlichen Personal auch der Ausschöpfung aller vorhandenen Ressourcen.

Praktisch findet in NRW die Schulzeitverkürzung derzeit ohnehin zweimal statt: Einmal durch den Wegfall der Jahrgangsstufe 13 und außerdem durch 1 Jahr Unterrichtsausfall, bezogen auf die gesamte Schulzeit. Das kann nicht zum Wohle unserer Kinder und unserer Gesellschaft sein.

23.10.2005 

Einladung zur Mitgliederversammlung in Dortmund

Bedingt durch die neuen Vorschriften zur Mitwirkung in der Schule, die
die Wahl von bis zu drei stellvertretenden Schulpflegschaftsvorsitzenden
vorsehen, haben wir im Interesse eines sparsamen Umgangs mit Ihren
Mitgliedsbeiträgen am 17.10.2005 die Einladung zur Mitgliederversammlung
nur den Schulpflegschaftsvorsitzenden bzw. den uns gemeldeten
Ansprechpartnern für die Landeselternschaft in zweifacher Ausfertigung
zugesandt. Wir bitten unsere Mitglieder, selbst zu entscheiden, wer aus
dem Kreis der Elternvertreter Ihrer Schulpflegschaft unsere
Veranstaltung besuchen möchte. Bitte leiten Sie daher die zweite
Einladung nach schulinterner Absprache persönlich weiter. Wir würden uns
freuen, wenn bis zu zwei Elternvertreter pro Gymnasium unsere
Veranstaltung besuchen könnten und hoffen auf Ihr Verständnis. Bitte
melden Sie sich und den weiteren Vertreter Ihrer Schulpflegschaft per
Post, per Fax oder per E-Mail zur Mitgliederversammlung an und geben Sie
auch bitte diese Information weiter. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und
danken für Ihre Mithilfe.

 

17.10.2005 

Positive Nachrichten für die Gymnasien in NRW zum Ende der Herbstferien

Laut Pressemitteilung von Schulministerin Barbara Sommer können die nordrhein-westfälischen Gymnasien zum Jahresbeginn weitere 200 Lehrerstellen neu besetzen. Die 200 Stellen verteilen sich auf die 5 NRW-
Regierungsbezirke wie folgt: 56 bekommt Düsseldorf, 47 Köln, 42 Arnsberg, 30 Münster, und 25 Stellen erhält Detmold. Die Landeselternschaft begrüßt diese Maßnahme in ihrer heutigen Presseerklärung.

Zusätzlich wird der Religionsunterricht in NRW gestärkt, da die Kirchen bis Februar 2006 landesweit 46 kirchliche Lehrkräfte an die Schulen entsenden dürfen, die dann vom Land NRW bezahlt werden. Von den in NRW bislang bereits eingestellten 1000 Lehrern unterrichten 166 das Fach Religion.

Darüber hinaus hat das Schulministerium die Projektgruppen "Unterrichtsausfall" und "Entbürokratisierung" eingerichtet. Alle Beteiligten sind aufgerufen, bei diesen Projektgruppen eigene Ideen und Meinungen zur Verbesserung der Unterrichtssituation einzubringen. Erste Schritte zur Entlastung sind vom Ministerium bereits bei den Lernstandserhebungen und der Schulprogrammarbeit vorgesehen, da den Schulen bislang vor allem dort ein unverhältnismäßig hoher Berichtsaufwand abverlangt worden ist.

Schulministerin Sommer wird am Vormittag unserer nächsten Mitgliederversammlung am 12.11.2005 in Dortmund die Eckpunkte der neuen Bildungspolitik in NRW vorstellen und im Anschluss an ihren Vortrag zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung stehen.

22.09.2005 

Bundeselternrat in der Kritik: Elternverbände äußern offenen Protest

Nach aufgekommener Kritik aus dem Kreis der Mitglieder des Bundeselternrates zur gerade in Schwielowsee stattfindenden BER-Tagung "Länger gemeinsam lernen - Handlungskonzepte zur Überwindung der Defizite des gegliederten Schulsystems" haben sich die im Elternbündnis NRW zusammengeschlossenen Verbände dieser Kritik mit Schreiben des Elternbündnisses NRW vom 22.09.2005 nachdrücklich angeschlossen. Damit soll nicht zuletzt dem unzutreffenden Eindruck entgegengewirkt werden, dass allein der Bundeselternrat beispielsweise in Fragen der Schulstruktur in seinen Resolutionen die Meinung aller Eltern Deutschlands repräsentieren könnte. Es bleibt zu hoffen, dass die Kritik beim BER, seinen Gremien und den Delegierten aus den übrigen Bundesländern entsprechende Beachtung findet.

 

22.08.2005 

Elternbündnis NRW begrüßt neue Schulpolitik

Das Elternbündnis NRW, in dem sich die ministeriell anerkannten Verbände Elternrat Hauptschulen, Elternverein, Landeselternschaft der Realschulen, Lernen und Fördern sowie die Landeselternschaft der Gymnasien zusammengeschlossen haben, hat sich zum Schulbeginn mit einer Pressemitteilung zur neuen Schulpolitik der Landesregierung an die Öffentlichkeit gewandt.

Schulministerin Sommer hat ihre Vorstellungen in ihrem gerade im Amtsblatt erschienenen Rundbrief präzisiert: "Unterricht hat Vorrang vor allem anderen, was im Schulleben wünschenswert oder notwendig ist". Dies bedeutet, dass z. B.  Fortbildung, Prüfungen, Beratungen, Elternsprechtage, Sitzungen der Schulgremien und Abschlussfeiern künftig in der unterrichtsfreien Zeit stattfinden. Zusammen mit bereits über 900 neu eingestellten Lehrern und der Bereitstellung von zusätzlichen 20 Millionen Euro für das Programm "Geld statt Stellen" sind damit erste positive Signale gesetzt worden.

 

08.08.2005 

Neuauflage Sextanerblatt und Mitteilungsblatt Nr. 183

Die Geschäftsstelle der Landeselternschaft ist ab heute wieder für Sie geöffnet.

Zurzeit wird die Neuauflage des Sextanerblattes gedruckt, das pünktlich zum Schulanfang allen Eltern der neuen Jahrgangsstufe 5 zur Verfügung stehen wird. Bis dahin wünscht Ihnen die LE noch erholsame Ferientage  und einen guten Schulbeginn am 22.08.2005.

In Kürze wird in den Gymnasien auch unser neues Mitteilungsblatt Nr. 183 vorliegen.

01.08.2005 

"Schulgesetz auf Zeit" - LE-Ratgeber für Elternvertreter

Der bereits auf dem Postweg in die Gymnasien befindliche "LE-Ratgeber Schulgesetz" wird zur Erleichterung der Arbeit in der Schulmitwirkung nunmehr auch als Download zur Verfügung gestellt. Der vollständige Text des nur vorübergehend geltenden neuen Schulgesetzes NRW kann ebenfalls heruntergeladen werden. Der Gesetzestext kann in gedruckter Form auch unmittelbar vom Schulministerium angefordert werden.

21.07.2005 

Rechtschreibreform: Verlängerung der Übergangsfrist in NRW bei Korrekturen von Schülerarbeiten

Die LE unterstützt die Entscheidung der Landesregierung, die Rechtschreibreform in der gegenwärtigen Fassung noch nicht zum 01.08.2005 in Kraft treten zu lassen. Unseren Kindern werden damit weitere Verunsicherungen erspart. Solange der von den Kultusministern selbst eingesetzte neue Rat für deutsche Rechtschreibung seine Beratungen nicht abgeschlossen hat, kann es keine unstrittigen Teile der Reform gegeben, dies gebietet der Respekt vor diesem Sachverständigengremium, das die Rechtschreibkommission ersetzt hat. Schüler gegebenenfalls nur vorläufige Regelungen lernen zu lassen, stiftet nur weitere Verwirrung. Ohnehin schreibt inzwischen jeder wie er will. Nicht die Verschiebung der Einführung, sondern den Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK), einige Teile der Rechtschreibreform für unstrittig zu erklären und diese insgesamt zum 01.08.2005 in Kraft treten zu lassen, sieht die LE als einen entscheidenden Fehler an. Die auch in der KMK bereits geäußerten Bedenken blieben wegen des Einstimmigkeitsprinzips leider unberücksichtigt. Die LE unterstützt daher im Interesse unserer Kinder die jetzige mutige und richtige Entscheidung der Landesregierung NRW. Schulministerin Sommer hat in einem Elternbrief Stellung genommen: Alte Schreibweisen werden in NRW weiterhin nur markiert, aber nicht als falsch bewertet. Der zur Umsetzung der Entscheidung notwendige Runderlass wird im August im Amtsblatt veröffentlicht.

15.07.2005 

Blamables Abschneiden von NRW im PISA-Bundesländervergleich

Unter allen 16 Bundesländern landete NRW auf dem drittletzten Platz gefolgt von Hamburg und Bremen. Auf den ersten vier Plätzen Bayern, Sachsen, Baden-Württemberg und Thüringen. Zu einem Zusammenhang zwischen Bildungschancen und sozialer Herkunft liefert der jetzt vorgelegte Bericht, dessen vollständige Fassung erst für November erwartet wird, indes kaum etwas. Erst in ihrem Endbericht wollen die Wissenschaftler sich dazu äußern, wie sich dies in der Verteilung auf verschiedene Schulformen und in den Chancen von Schülern aus bildungsfernen Schichten auswirkt. Auffällig ist allerdings, dass die vier leistungsstärksten Länder bei den Mittelwerten selbst dann auf Platz 1 bis 4 bleiben, wenn der soziale Hintergrund herausgerechnet wird. Ein Systemwechsel kann keine fehlenden Rahmenbedingungen ersetzen. Die "Kultur des Förderns" ist in Deutschland vielerorts abhanden gekommen, so wird Prof. Dr. Oelkers, Lehrstuhlinhaber für Pädagogik an der Universität Zürich, zitiert. Die neue Landesregierung ist gefordert, endlich wirksam zu fördern und zunächst einmal in angemessenen Schritten die bislang überfällige vollständige Unterrichtserteilung zu gewährleisten!

06.07.2005

Vereidigung der Landesregierung

Schulministerium NRW unter neuer Führung

Barbara Sommer

Schulministerin

1948 geboren, verheiratet, fünf Kinder, Abitur 1968, Studium an der Pädagogischen Hochschule des Saarlandes bis 1971, Sonderschullehrerin in Saarbrücken bis 1972, Lehramtsanwärterin in Bielefeld bis 1974, Lehrerin an einer Gemeinschaftsgrundschule in Bielefeld bis 1976, Lehrerin an einer Hauptschule in Bielefeld bis 1979, Konrektorin einer Grundschule bis 1980, Schulleiterin bis 1986, Schulrätin in Herford und Gütersloh bis 1997, Schulamtsdirektorin bis 2005, 24.06.2005: Ernennung zur NRW-Schulministerin.

Günter Winands

Staatssekretär

1956 geboren, verheiratet, zwei Kinder, Abitur 1976, Studium der Rechts- und Politischen Wissenschaften in Bonn bis 1982, Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung, 1. juristische Staatsprüfung, bis 1986 Rechtsreferendar im OLG-Bezirk Köln, Hochschule für Verwaltungswissenschaft in Speyer, Wissenschaftl. Mitarbeiter am Institut für öffentliches Recht der Universität Bonn, 2. juristische Staatsprüfung in Düsseldorf, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Bonn, Lehrbeauftragter an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Köln bis 1990, Mitarbeit in der Leitungsgruppe des Bundeskanzleramtes Bonn und ab 1991 Leiter des Kabinett- und Parlamentreferats und Ständiger Protokollführer des Bundeskabinetts bis 1998, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien in Bonn und Berlin bis 2005, Ministerialdirigent ab 2002, 01.07.2005: Ernennung zum Staatssekretär im NRW-Schulministerium.

04.07.2005 

Ratgeber zum "Schulgesetz auf Zeit"

Rechtzeitig zu Beginn des kommenden Schuljahres wird Elternvertretern und Gymnasien der bereits in Druck befindliche „Ratgeber Schulgesetz“ der Landeselternschaft vorliegen, nachdem das vorübergehende Inkrafttreten des Schulgesetzes von der neuen Regierungskoalition wegen der zeitaufwändigen parlamentarischen Voraussetzungen nicht mehr verhindert werden konnte.

Die gymnasiale Elternschaft vertraut darauf, dass die neue Landesregierung ihre im Wahlkampf gegebenen Versprechen einer Novellierung dieses noch von der jetzigen Opposition verabschiedeten Gesetzes und der Einstellung zusätzlicher Lehrer so zügig wie möglich umsetzt.

Um allen Elternvertretern den durch die lediglich vorübergehende Geltung des Schulgesetzes verursachten äußerst unbefriedigenden Interimszustand zu erleichtern, stehen unser "Ratgeber Schulgesetz" und der vollständige Text des Schulgesetzes in der derzeitigen Fassung Anfang August auch als Download zur Verfügung.

Unsere Handreichung erläutert in erster Linie die wichtigsten Vorschriften des Schulgesetzes zu den zu Beginn des kommenden Schuljahres bevorstehenden Wahlen in den Mitwirkungsgremien.

04.07.2005 

Erste Kurskorrekturen

Mit dem Verordnungsentwurf, der den Erhalt des Fachunterrichtes in Biologie, Chemie und Physik sowie der Halbjahreszeugnisse in der 3. Grundschulklasse vorsieht, werden von der neuen Landesregierung erste notwendige Kurskorrekturen eingeleitet. In ihrer Stellungnahme begrüßt die Landeselternschaft diese Vorhaben ausdrücklich. Beide Veränderungen setzen durchgängige Forderungen der Landeselternschaft der Gymnasien um.

Die Landeselternschaft hat auch die heutigen Presseerklärungen von Schulministerin Sommer, wonach in Zukunft Schulen in freier Trägerschaft wieder besser gefördert werden sollen und die Richtwerte der gymnasialen Oberstufe in Anbetracht der gerade vorgetragenen berechtigten Kritik des Landesrechnungshofes NRW künftig auch für Gesamtschulen verbindlich sind, im Interesse einer ausgeglichenen Lehrerversorgung mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. Der Landesrechnungshof hatte festgestellt, dass die Gesamtschul-Oberstufen durchschnittlich um mehr als ein Drittel kleiner als Oberstufen vergleichbarer Gymnasien seien. Dadurch werde der Klassenfrequenzrichtwert von 19,5 im Landesdurchschnitt unterschritten.

04.07.2005 

Haushaltssperre betrifft nicht den Schulbereich

Die Landeselternschaft begrüßt die Ankündigung der neuen Landesregierung, dass der Schulbereich von der angeordneten Haushaltssperre ausgenommen bleibt. In der aus diesem Anlass verfassten heutigen Presseerklärung ist nochmals die schrittweise Verminderung des andauernden Unterrichtsausfalls angemahnt worden. Die Lehrerversorgung an den Gymnasien muss - wie es von der gerade gewählten Regierungskoalition versprochen worden ist - umgehend verbessert werden. Eine Lehrerversorgung von 97,5 % als derzeitiger Istzustand an den Gymnasien, bei dem die Bezirksregierungen noch keinerlei Anlass zu personellen Aufstockungen sehen, reicht nicht aus.

20.06.2005 

Koalitionsvereinbarung von CDU und FDP unterzeichnet

Die Landeselternschaft der Gymnasien in Nordrhein-Westfalen begrüßt die von CDU und FDP auf deren Sonderparteitagen bestätigte und heute im Düsseldorfer Ständehaus unterzeichnete Koalitionsvereinbarung als einen großen Schritt zu einer besseren Bildungspolitik in NRW und hat dazu in einer Pressemitteilung konkret Stellung genommen.

Das Unternehmen Schule muss schnellstmöglich wieder Planungssicherheit erhalten. Der Zustand der Ungewissheit an den Schulen in einem Zeitraum zwischen dem derzeit noch bestehenden neuen Schulgesetz und dem Inkrafttreten der bereits angekündigten Novellierung muss im Interesse aller so bald wie möglich durch die Einleitung eines neuen Gesetzgebungsverfahrens mit der Zielsetzung einer der Koalitionsvereinbarung entsprechenden Änderung des Schulgesetzes im Landtag beendet werden.

Der neuen Landesregierung eröffnet sich gerade im derzeitigen allseits als unglücklich empfundenen Schwebezustand die Chance, auf einer breiten Basis in einem außerordentlich wichtigen Handlungsgebiet schnell Verbesserungen zu erzielen. Auf diese sind die „Betroffenen“ nach einer über Jahrzehnte verfehlten Bildungspolitik dringend angewiesen.

09.06.2005

Ergebnisse der sechsten Runde der Koalitionsverhandlungen
Das Schulgesetz wird geändert!

  • Abschaffung der Schulbezirke bis zum Jahr 2008: Eltern in Nordrhein-Westfalen sollen in Zukunft frei die Grundschule für ihre Kinder aussuchen können.

  • Eine Fremdsprache bereits ab dem ersten Schuljahr.

  • Die Einschulung soll in der Regel auf das fünfte Lebensjahr vorgezogen werden.

  • Ziffernoten werden bereits ab der Klasse 2 in den Zeugnissen angegeben.

  • Einführung einer Kopfnote auf den Zeugnissen, in die das Sozialverhalten der Schüler und ihre Mitarbeit im Unterricht einfließen soll.

  • Die von SPD und Grünen beschlossene Streichung der Halbjahreszeugnisse in Klasse 3 wird zurückgenommen.

  • Die Einführung des Fachs Naturwissenschaften, in dem die Einzelfächer Chemie, Physik und Biologie aufgehen sollten, wird ebenfalls zurückgenommen.

  • Das von Rot-Grün kurz vor der Landtagswahl verabschiedete neue Schulgesetz wird geändert. Dies geht aber nicht mehr bis zum Beginn des nächsten Schuljahres.

  • Die Gesamtschulen sollen bestehen bleiben, Neugründungen werden erschwert und schärfere Bedingungen für gymnasiale Oberstufen an Gesamtschulen eingeführt.

  • Zwischen den einzelnen Schulen soll mehr Wettbewerb entstehen: Dazu sollen verbindliche und transparente Leistungsvergleiche eingeführt werden.

  • Sicherung der Unterrichtsversorgung durch Einstellung von mehr Lehrern in zwischen den Koalitionspartnern noch zu vereinbarender Höhe.

Quellen: www.cdu-nrw.de und www.fdp-nrw.de

 

30.5.2005

Planungssicherheit für Schulen

Der bildungspolitische Sprecher der CDU, Bernhard Recker, hat sich in einem mit dem WDR geführten Interview am 30.05.2005 ganz im Sinne unserer Forderungen an die neue Landesregierung geäußert. Eine Handlungskompetenz der neuen Landesregierung hinsichtlich des Nicht-Inkrafttretens des neuen Schulgesetzes und weiterer Verordnungen sowie des Faches Naturwissenschaften wird indes erst nach der für den 22.06.2005 vorgesehenen Wahl des neuen Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers und der Ernennung der künftigen Minister gegeben sein. Vor diesem Hintergrund besteht derzeit aus Sicht der Landeselternschaft keinerlei Handlungsbedarf der Schulkonferenzen etwa zur Anschaffung von Büchern für ein Fach Naturwissenschaften, dessen Nichteinführung von den künftigen Regierungsfraktionen bereits angekündigt ist. Wir gehen davon aus, dass die Koalitionsverhandlungen alsbald abgeschlossen werden und noch vor den am 07.07.2005 beginnenden Sommerferien für die Schulen wieder Planungssicherheit herrschen wird.

22.05.2005  

Landtagswahl

Die Landeselternschaft der Gymnasien hat dem zukünftigen Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers zu seinem Wahlsieg gratuliert. Zugleich haben wir die nachdrückliche Bitte vorgetragen, das Inkrafttreten des neues Schulgesetzes, der Ausbildungs- und Prüfungsordnung mit der hierin in dieser Form nicht zu verantwortenden Umsetzung der Schulzeitverkürzung am Gymnasium und den Start eines schulformübergreifenden Faches Naturwissenschaften zu verhindern. Die Gymnasien müssen so schnell wie möglich Planungssicherheit erhalten, die sie zur Erstellung des Stundenplanes für das kommende Schuljahr und zur Vermeidung von Unterrichtsausfällen dringend benötigen.

    

21.05.2005

Frühjahrs-Mitgliederversammlung

Heute haben die Elternvertreter auf der Mitgliederversammlung in Dortmund nahezu einstimmig dem vom Vorstand vorgelegten Änderungsentwurf der Satzung zugestimmt. Alle Themen und Vorträge der Veranstaltung fanden bei den anwesenden Elternvertretern großen Anklang. Vor allem der Vortrag von Prof. Dr. Dollase, Universität Bielefeld, über die Erfordernisse des guten Unterrichtes und bisher wenig beachteter Antworten internationaler Studien begeisterte die Zuhörer. Vertreter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Pulheim überzeugten mit einem beachtlichen Konzept für gymnasiale Angebote am Nachmittag. Wir werden die Vorträge und Vortragsmaterialien für Sie so bald wie möglich zum Download bereitstellen.

03.05.2005

Das Mitteilungsblatt Nr. 182 ist auf dem Postweg unterwegs in die Gymnasien

Der Versand der Einladungen zur Mitgliederversammlung am 21.05.05 in Dortmund ist inzwischen abgeschlossen. Die im gerade zur Podiumsdiskussion des Elternbündnisses in Bonn erschienenen neuen Mitteilungsblatt veröffentlichten Antworten von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, CDU und FDP auf unseren am 16.03.05 im Düsseldorfer Landtag übergebenen Fragenkatalog stellen wir Ihnen zusätzlich auch auf unserer Homepage zur Verfügung. Die Stellungnahme der FDP enthält nunmehr auf der Homepage auch die im Mitteilungsblatt fehlende Stundentafel, die mit Genehmigung des Verfassers leider aus Platzgründen nicht abgedruckt werden konnte.

30.04.2005  

Verantwortliche von morgen zu Korrekturen von gestrigen Entscheidungen veranlassen

Gabriele Behler, ehemalige NRW-Schulministerin, Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologenverbandes und Sprecher des Aktionsbündnisses Schule, Prof. Dr. Wolfgang Löwer, Hochschulverband NRW (o.R.v.l.), Dr. Bernhard Keller, Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände, Werner Otte, Rheinische Direktorenvereinigung, und Manfred Pollmann, Elternbündnis NRW und Vorsitzender Elternrat Hauptschule (u.R.v.l.) fanden in Essen auf einer Veranstaltung des Aktionsbündnisses Schule zu Fragen der Veränderung von Schulstruktur, Schulaufsicht und den zu erwartenden Nachteilen für die Schulqualität gemeinsame deutliche Worte der Ablehnung.

In der Presseerklärung des Aktionsbündnisses heißt es u.a.: „Nicht der Abriss des Hauses „Vielgliedrigkeit“ steht an, sondern eine Renovierung der Räume“. Weitere Zitate der sechs Referenten.

Gabriele Behler (SPD) hat ihr Landtagsmandat zurückgegeben, weil sie nach ihrer persönlichen Überzeugung nicht für das rot-grüne Schulgesetz stimmen konnte. Qualitätsbewusstsein contra Parteiraison. Die zahlreich erschienenen Zuhörer dankten es ihr in Essen mit mehrfachem minutenlangem Beifall.

27.04.2005  

Ausbildungs- und Prüfungsordnung Sek. I beschlossen

Der Landtagsausschuss für Schule und Weiterbildung hat in seiner letzten Sitzung dieser Legislaturperiode gegen die Stimmen der Opposition einer neuen Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I (APO S I) zugestimmt. Das federführende Schulministerium will die darin enthaltene neue Stundentafel als eine Erweiterung des Unterrichtsangebotes verkaufen.

Der heftige Protest von Eltern und Lehrern hat zwar einige Veränderungen bewirkt. Dennoch räumt diese Verordnung den Schulen immer noch nicht die erforderlichen Rahmenbedingungen ein. Das „zusätzliche“ Angebot an Förderstunden der neuen APO-S I  geht zu Lasten des Fachunterrichtes und ist keineswegs als eine Erweiterung des Unterrichtsangebotes zu betrachten. Der Vergleich mit Stundentafeln anderer Länder, insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg, zeigt die Fortdauer der Kürzungen der 90er-Jahre und die andauernde Benachteiligung der Kinder in NRW: Zur Pressemitteilung des Elternbündnisses.

26.04.2005  

Ab(i)wärts mit dem neuen Schulgesetz?

v. l.: Peter Silbernagel, Gabriela Custodis, Peter Orth, Ursula von Schönfeld   Foto: NGZ

Im Neusser Quirinus-Gymnasium referierten unsere Vorsitzende Gabriela Custodis, Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologenverbandes und Sprecher des Aktionsbündnisses Schule, und Gerhard Orth, Schulministerium, unter der souveränen Moderation der stellv. Schulpflegschaftsvorsitzenden Ursula von Schönfeld. Lesen Sie mehr dazu im Bericht der Neuss-Grevenbroicher Zeitung

In der lebhaften Diskussion meldeten viele der über 400 Teilnehmer ihre große Skepsis gegen dem Schulgesetz an. Der Versuch gegenseitiger Überzeugung scheiterte. Die Beantwortung „politischer“ Fragen hatte Gerhard Orth von vornherein abgelehnt. Fragen zu Schulstruktur, Einheitsschule, Verbundschulen und schulformübergreifender Schulaufsicht blieben damit außen vor. Ohnehin verfolgt das Ministerium die zahlreichen Aktivitäten von Eltern in Form von Umfragen, Veranstaltungen sowie das Verteilen von Informationsmaterial derzeit mit besonderer Aufmerksamkeit. Nähere Hinweise zu den Rechten von Eltern finden Sie auf der Homepage des Aktionsbündnisses Schule.

23.04.2005  

Maulkorb für Schulleiter?

Der tatsächliche Unterrichtsausfall ist offensichtlich größer als bisher bekannt. Schon  Ende 2004 hat der Vorsitzende des Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit konstatiert: „Die Ministerien müssen endlich ungeschönte Zahlen auf den Tisch legen und aufhören, den Eltern Sand in die Augen zu streuen“. Durch den ansteigenden Unterrichtsausfall würden viele Bildungsreformen konterkariert. Kritisiert wurde, dass der Unterrichtsausfall, der durch das Fehlen von Lehrerplanstellen verursacht werde, nicht systematisch, sondern nur stichpunktartig erhoben werde. Vertretungsstunden würden sogar von der Gesamtzahl abgezogen, obwohl etwa an Gymnasien wegen des Fachlehrerprinzips nur ein kleiner Teil der Vertretungsstunden tatsächlich zu lehrplanmäßigem Unterricht führe.

Unter dem Titel „Unterrichtsausfall wird verschleiert“ nimmt die Rheinische Post den Faden wieder auf und zitiert den Kölner Regierungspräsidenten Roters, der den Schulleitern gerade untersagt hat, den Schulträgern Zahlen zum Unterrichtsausfall zu nennen. Die Bezirksregierung Köln weist diesbezügliche Vorwürfe der Opposition allerdings zurück. Es solle lediglich der Aufbau einer „zweiten Bürokratie“ zur Erfassung des Unterrichtsausfalls in den Kommunen verhindert werden. Eltern in Köln veröffentlichen den von ihnen erfassten Unterrichtsausfall unter www.koeln.unterrichtsausfall.com .

18.04.2005 

Antworten der Landtagsparteien 

zur Bildungspolitik in NRW liegen vor 

Die im Landtag vertretenen Parteien haben inzwischen den am 16.03.2005 überreichten Fragenkatalog der Landeselternschaft der Gymnasien beantwortet. Die bei uns eingegangenen Stellungnahmen werden wir im derzeit im Druck befindlichen nächsten Mitteilungsblatt Nr. 182 veröffentlichen. Es wird Anfang Mai erscheinen. 

07.04.2005 

Teilnahme am Ministergespräch abgesagt - Schulministerin Schäfer hat die Verbände  eingeladen. 

Die Einladungen zu der für den 26.04.2005 geplanten Gesprächsrunde erreichten die Verbände leider erst nach Beginn der Osterferien. Aufgrund der angespannten Terminsituation musste das Gespräch von allen im Elternbündnis (www.ebnrw.de) zusammengeschlossenen Verbänden abgesagt werden. Aktuelle Termine der derzeit landesweit laufenden Informationsveranstaltungen und Podiumsdiskussionen zur Bildungspolitik in NRW finden Sie auf der Homepage des Aktionsbündnisses Schule (www.aktionsbuendnis-schule.de). Das Ministerium wird zu einem späteren Zeitpunkt erneut einladen. 

31.03.2005 

Stellungnahme APO S I 

Im Februar hat die Landeselternschaft ihre Stellungnahme zum Entwurf der Ausbildungs- und Prüfungsordnung Sekundarstufe I (APO-S I) dem Ministerium zugeleitet. Hierin wandte sie sich u. a. entschieden gegen die Kürzung des Englischunterrichtes in der Sekundarstufe I und gegen die geplante „Versetzung auf Probe“. Im Entwurf der APO-S I vom 31.03.2005 ist – nicht zuletzt wegen der einhelligen heftigen Ablehnung von Eltern- und Lehrerseite – die „Versetzung auf Probe“ nicht mehr enthalten. Die Kürzung des Englischunterrichtes ist von vier auf nunmehr zwei Wochenstunden reduziert worden.

v. l.: Barbara Kols-Teichmann (LE), Ralf Witzel (FDP), Bernhard Recker (CDU), Gabriela Custodis (LE), Manfred Degen (SPD), Sylvia Löhrmann (Bündnis 90/Die Grünen)

07.03.2005

Eltern fordern vor der 

Landtagswahl Klarheit über die Bildungspolitik

Gabriela Custodis, Vorsitzende der Landeselternschaft,  Burkhard Korthauer, stellvertretender Vorsitzender, und Barbara Kols-Teichmann, Geschäftsführerin, haben heute über die bildungspolitischen Sprecher die Abgeordneten aller Parteien aufgefordert, dafür Sorge zu tragen,

  • zur Frage der Schulstruktur unmissverständlich Stellung zu beziehen,

  • den eingeschlagenen Weg hin zu einer dezentralen, schulform-übergreifenden Schulaufsicht aufzugeben 

  • und sich dezidiert für eine bessere Lehrerausstattung an den Gymnasien einzusetzen.

Die Vertreter der Landeselternschaft haben Manfred Degen (SPD), Sylvia Löhrmann (Bündnis 90/Die Grünen), Bernhard Recker (CDU) und Ralf Witzel (FDP) ein entsprechendes Schreiben und einen detaillierten Fragenkatalog übergeben.

07.03.2005  

Stellungnahme zum Kernlehrplan

Naturwissenschaft in den Klassen 5 und 6

Die Landeselternschaft lehnt den schulformübergreifenden Lehrplan Naturwissenschaft entschieden ab, weil er weder den Fachunterricht in den Fächern Biologie, Chemie und Physik sicherstellen noch den naturwissenschaftlichen Unterricht am Gymnasium stärken kann.

18.02.2005  

Das Aktionsbündnis Schule gewinnt neue Bündnispartner

Die 2. Presseerklärung des Bündnisses finden sie hier.

15.02.2005  

Stellungnahme zum Entwurf der Ausbildungs-

und Prüfungsordnung Sek. I (APO-S I)

Die Landeselternschaft wurde im Rahmen der Verbändebeteiligung im Januar 2005 vom Schulministerium um eine Stellungnahme zum Entwurf der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I gebeten. Dieser Entwurf setzt Bestimmungen des Schulgesetzes NRW u. a. zur Schulzeitverkürzung und zu den zentralen Abschlussprüfungen am Ende der Klasse 10 um.

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