Zitate aus der
Veranstaltung des Aktionsbündnisses Schule im Audimax der
Universität Duisburg-Essen Campus Essen am 30.04.05
Die Qualitätsdebatte darf nicht
dadurch gefährdet werden, dass man mit einer funktionsfähigen
Schulaufsicht unverantwortlich herumexperimentiert.
„Machen wir mal“, das hat heute
Priorität.
Es darf keine Chaotisierung durch
Multiplikation der Akteure geben.
Schulische Verbesserungspotentiale
schlummern vor allem im Unterricht.
Es besteht kein Zusammenhang zwischen
Kompetenzniveau und Schulstruktur.
Der globale Wettbewerb der
Industrieländer ist in hohem Maße ein Innovationswettbewerb.
Es ist dafür zu sorgen, dass
landesweit gültige Bildungsziele erreicht werden und Rechenschaft
gegenüber der Öffentlichkeit abgelegt wird.
Das Aktionsbündnis Schule ist
die Reaktion auf falsche und gefährliche Weichenstellungen im
NRW-Bildungsbereich.
Strukturdebatten sind kein Luxus,
keine Kür, sie sind eine Blockade für die Pflicht zu guten
und seriösen Qualitätsverbesserungen.
Wir wollen keine anderen Schulformen,
wir wollen bessere pädagogische Bedingungen in den bestehenden.
Wir wollen keine Schulaufsicht, deren
Stimme im Konzert chaotischer Verantwortlichkeiten untergeht.
Die vorgelegten Pläne zur
schulformübergreifenden Schulaufsicht auf kommunaler Ebene sind
programmiertes Verantwortungschaos.
Die Pläne zur Reform der
Schulaufsicht stellen eine systematisch angelegte Überforderung
dar.
Wir wollen keine Politisierung von
Schule auf kommunaler Ebene.
Verantwortung für Bildung ist
eine der vornehmsten staatlichen Aufgaben.
Wir brauchen die Mobilisierung von
Experten.
Wir brauchen wieder Leistung als
Ausweis von Schulkultur.
Wir leisten uns fast 10%
Schulabbrecher in den allgemein bildenden Schulen, 22%
Ausbildungsabbrecher und 25% Studienabbrecher.
Zur konsequenten Umsetzung von PISA
gehört die tabufreie Überprüfung finanzpolitischer
Prioritätensetzung.
Für Sozialleistungen wird
sechsmal mehr als für Bildung ausgegeben.
Wenn in der künftigen
Schulaufsicht alle für alles zuständig sind, dann ist niemand
mehr für etwas zuständig.
Die geplanten Umstrukturierungen
begegnen verfassungsrechtlichen Bedenken.
Distanzlose Aufsicht ist keine
Aufsicht, sondern Mitwirkung.
Die angedachte Reform der
Schulaufsicht konterkariert qualitätsorientierte Entwicklung.
Die Änderungsanträge der
Regierungsfraktionen zum Schulgesetz sind unter Umgehung der
Verbändeanhörung erfolgt.
Die Schulaufsichtspläne stellen
einen Ausverkauf staatlicher Gesamtverantwortung dar.
Antibürokratischer Populismus
ersetzt keine ordentliche und ordnende Politik.
Diskussionstermine vor der
Landtagswahl sind nicht gewählt, sondern durch die Verabschiedung
des Schulgesetzes zum jetzigen Zeitpunkt von den Regierungsfraktionen
vorgegeben.
Mit der neuen Schulaufsicht wird
Schule zum rechtsfreien Raum, der der Willkür preisgegeben wird.
Das Schulgesetz kann nicht zum Kern
der Schule, dem Unterricht, vordringen.
Die Pläne zur Reform der
Schulaufsicht sind nicht finanzierbar.
Was wir vor der Landtagswahl sagen,
werden wir auch nach der Landtagswahl sagen.
„Learning bei doing“ ist ein
pädagogisches, aber nicht unbedingt ein politisches Prinzip.
